Schlüchtern: Probleme bei der Trinkwasserversorgung

Sie kümmern sich um die reibungslose Trinkwasserversorgung in der Stadt (von links): Bernd Kirchhof, Leiter Eigenbetrieb der Stadtwerke Schlüchtern, und Wilfried Muth, Leiter der Wasserwerke. Foto: Stadt Schlüchtern

Vollmerz
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Seit dem 1. Juli vergangenen Jahres kommt es zu Beeinträchtigungen bei der Trinkwasserversorgung in den Schlüchterner Ortsteilen Hinkelhof und Vollmerz. Zur Erforschung der Ursachen der Verunreinigungen wurden seitdem umfangreiche Untersuchungen und Messungen durch die Stadtwerke vorgenommen. In einem ersten Schritt wurden die Hochbehälter Hinkelhof und Vollmerz genauer in Augenschein genommen sowie ein Verbreitungsprofil in den jeweiligen Verteilungsnetzen erstellt.

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Dies beinhaltete Probeentnahmen an verschiedenen Knotenpunkten, jeweilige Spülentnahmen sowie die entsprechende Auswertung der Laborergebnisse. Es erfolgte die weitergehende Abstimmung von Maßnahmen und hieraus folgend die Bewertung der Bausubstanz der Hochbehälter. Jetzt liegen greifbare Ergebnisse vor. Nach derzeitigem Stand muss der im Jahr 1961 erbaute Hochbehälter Vollmerz wohl komplett neu errichtet werden. Hierzu sind umfangreiche Planungsgrundlagen zu erarbeiten, Genehmigungsverfahren durchzuführen, hydraulische Standortabstimmungen vorzunehmen und im Anschluss daran Ausschreibungs- und Vergabeverfahren durchzuführen. Nicht zu vergessen die Beratung und Beschlussfassung in den zuständigen Gremien.

Beim Hochbehälter Hinkelhof ist eine komplette anlagentechnische Sanierung auf den neuesten Stand ausreichend. Auch hierfür sind allerdings zeitintensive und aufwendige Vorarbeiten erforderlich. Aufgrund der derzeitigen Erkenntnisse geht die Betriebsleitung der Stadtwerke Schlüchtern davon aus, dass zum Jahresende 2022 ein Regelbetrieb in Vollmerz und Hinkelhof über den bis zu diesem Zeitpunkt sanierten Hochbehälter Hinkelhof wieder möglich ist. Die Auffälligkeiten waren bei den in unregelmäßigen Abständen vorgenommenen Routineuntersuchungen des Wassers festgestellt worden. Sofort, nachdem ein erhöhter mikrobiologischer Befund in der Ortslage Hinkelhof festgestellt wurde, verteilten die Stadtwerke - in enger Abstimmung mit dem Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises und deren Vorgaben - Flyer an alle Hinkelhofer und Vollmerzer Haushalte mit Verhaltensregeln und Hinweisen auf eventuelle Einschränkungen. Parallel wurde mit der vorgeschriebenen Chlorung begonnen.

Zudem erfolgen ab diesem Zeitpunkt tägliche Kontrollmessungen über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Begleitend wurden auch zusätzliche Probenentnahmen veranlasst. Bei diesen Untersuchungen bestätigten sich die vorgenannten Befunde. Es wurde nachgewiesen, dass die Beeinträchtigungen erst ab dem Hochbehälter Hinkelhof zutage treten. Vorgeschaltete Anlagen im Bereich Gundhelm konnten als unauffällig eingestuft werden. Zur Schadenslokalisierung war es erforderlich, in Hinkelhof jede einzelne Behälterkammer zu leeren, zu reinigen und nachhaltig zu trocknen. Die Maßnahmen wurden beziehungsweise werden für jede Kammer getrennt durchgeführt. Ein auf diese Weise ermitteltes Schadensbild ermöglichte jedoch eine optimale Beurteilung der erforderlichen Maßnahmen für eine Bauwerkssanierung. Zwingend bei allen Maßnahmen muss zudem die vorzuhaltende Brandlastdeckung, die Trinkwasserbevorratung sowie die Einhaltung der spezifischen Auflagen berücksichtigt werden.

Die Betriebsleitung betont, die Stadtwerke Schlüchtern sind stets bestrebt, alles Notwendige für die Erhaltung der Qualität und die Sicherung des Trinkwassers im betroffenen Gebiet zu tun, ebenso wie im übrigen Versorgungsgebiet. Die Stadtwerke Schlüchtern danken den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich für das Verständnis für die durchzuführenden Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen. Bei Fragen steht diese Abteilung gerne zur Verfügung unter Telefon 06661/85450.

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Sie kümmern sich um die reibungslose Trinkwasserversorgung in der Stadt (von links): Bernd Kirchhof, Leiter Eigenbetrieb der Stadtwerke Schlüchtern, und Wilfried Muth, Leiter der Wasserwerke. Foto: Stadt Schlüchtern


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