3. Büdesheimer Schlosskonzert: Guitaromanie zu zweit

Büdesheim
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Der Förderkreis Büdesheimer Schlosskonzerte hatte nach dem vier Wochen zuvor veranstalteten Benefiz-Bläserkonzert des Jungen Sinfonieorchesters nun das ARTIS GitarrenDuo aus Frankfurt zu Gast.

In der Büdesheimer Andreaskirche lauschten die Abonnenten gespannt und mucksmäuschenstill Julia und Christian Zielinski, durch verschiedene Gastspiele wohlbekannt in Büdesheim. Beide haben inzwischen eine weitere CD „Baroque Masterpieces“ eingespielt. Julia Zielinski lehrt an den Musikhochschulen in Frankfurt und Saarbrücken, ihr Mann Christian betreut einen Bachelor-Studiengang an der Musikakademie Wiesbaden.

Die Eröffnung des Konzertes durch Rossinis Ouvertüre zur Oper „La gazza ladra“ (Die diebische Elster) in einer zeitgenössischen Bearbeitung von Mauro Giuliani zeigte die Vielseitigkeit der Gitarre. Nach dem durch die Zupfinstrumente täuschend echt imitierten knackigen Wirbel der kleinen Trommel zu Beginn, erklangen darauf alle Klangfarben des Orchesters. Das komplett auswendig und absolut homogen spielende Duo interpretierte nach der rasanten Eröffnung vier Stücke des zur „Hoch-Zeit“ der Guitaromanie zu Beginn des 19. Jahrhunderts äußerst bekannten Caspar Joseph Mertz. Zunächst eine „Barcarole“, Klavierklänge meinte man zu hören, gefolgt von „Unrühe“, „Ständchen“ und einer „Tarantelle“.

Vielleicht als Gebrauchsmusik für Verliebte komponiert? Der immense Klangfarbenreichtum beider Virtuosen, deren künstlerischen Mittelpunkt das ARTIS GitarrenDuo seit 2006 bildet, zeigt ihre ganz große Klasse. Mit dem „Intermedio“ aus der Oper „Goyescas“ von Enrique Granados, wieder einem adaptierten Orchesterwerk, wurde das Publikum endlich nach Spanien, allgemein als Gitarrenland geltend, geleitet. Die Gitarrensucht oder Guitaromanie trat jedoch zunächst in Paris auf und wurde nach Abklingen der Symptome durch die Popmusik erneut entfacht. Julia und Christian Zielinski illustrierten Spanien schließlich durch den von Isaac Albeniz in Töne gesetzten musikalischen Besuch von „Sevilla“ und „Mallorca“ – im kargen Winter, als auch im Frühling – sowie das „Capricho Catalan“ und einen Ausflug nach „Aragon“. Das herrliche Konzert in der feinen Akustik der Büdesheimer Andreaskirche wurde durch Zugabe eines nachdenklich stimmenden Stückes von Astor Piazzolla abgerundet.

Die vom Förderkreis der Büdesheimer Schlosskonzerte und der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden initiierte Konzertreihe bietet nach den Sommerferien am Sonntag, 25. September um 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Oberdorfelden mit dem Arcanta-Klaviertrio das nächste Schlosskonzert an.

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