Diakoniestation in Schöneck-Büdesheim eröffnet

Von links: Thorsten Hitzel (Vorstandsvorsitzender Martin Luther Stiftung Hanau), Pfarrer Kaarlo Friedrich, Sabine Thomas (Leitung Diakoniestation Schöneck), Simone Winkelmann (Kirchenvorstand), Cornelia Rück (Bürgermeisterin Schöneck) und Annette Schadt (Gesamtleitung Diakoniestation Martin Luther Stiftung; Standorte Hanau und Schöneck).

Büdesheim
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Die Martin Luther Stiftung Hanau (MLS) hat in Schöneck-Büdesheim eine Diakoniestation eröffnet. Kooperationspartner ist die evangelische Andreasgemeinde, in deren Gemeindehaus die Station ihre Räumlichkeiten hat. Zunächst bietet die MLS hier ambulante Pflegeleistungen an, doch denken die Partner bereits an weitere gemeinsame Aktivitäten. Auch Schönecks Bürgermeisterin Cornelia Rück unterstützt das neue Angebot für Büdesheim ausdrücklich.



Zufriedene Mienen bei allen Beteiligten: Bei einem Pressegespräch im Gemeindehaus der evangelischen Andreasgemeinde Büdesheim stellten Vertreter der Kirche und der Martin Luther Stiftung die neue Diakoniestation vor. „Dies ist eine gute Ergänzung zur stationären Pflege vor Ort, die ja mit dem Altenhilfezentrum schon über Jahre etabliert ist“, sagte Sabine Thomas, die die Station leitet, „ambulante Angebote sind im ländlichen Raum oft rar gesät. Daher freuen wir uns umso mehr, nun hier eine Versorgungslücke schließen zu können.“ Volle Rückendeckung für dieses Kooperationsprojekt, über dessen Form schon länger nachgedacht worden war, gab und gibt es von Schönecks Bürgermeisterin Cornelia Rück (SPD): „Das war schon lange mein Wunsch, die Martin Luther Stiftung, die wir seit Jahren hier bei uns in Schöneck als verlässlichen Anbieter erleben, für weitere Bereiche der Altenhilfe zu gewinnen. Natürlich gibt es Anfragen aus der Branche, aber warum sollen wir eine gute Zusammenarbeit mit einem Partner, den wir kennen, nicht einfach fortführen und ausbauen?“ Für eine Kommune sei es unerlässlich, alle Altersgruppen in ihrer Bürgerschaft im Blick zu behalten – für junge Familien müsse genau so gesorgt werden wie eben für ältere Menschen. Dass sich mit der Stiftung und der Andreasgemeinde nun zwei Institutionen, die im diakonischen Geist handelten, zusammengetan hätten, sei aus ihrer Sicht ein Pluspunkt, so die noch amtierende Rathauschefin. Pfarrer Kaarlo Friedrich bringt es auf den Punkt: „Ich freue mich sehr, dass die Diakoniestation der Martin Luther Stiftung zum Jahreswechsel im evangelischen Gemeindehaus eingezogen ist und von hier aus professionelle ambulante Pflegeleistungen in Büdesheim anbietet. Diakonie, der Dienst am Nächsten, gehört zu den Kernaufgaben unserer Kirche. Gottes Wort setzt nicht nur unser Herz, sondern auch unsere Hände in Bewegung. Diakonie gehört untrennbar zur Kirche dazu. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar.“ Gerade in der häuslichen Pflege von Angehörigen kämen Menschen an ihre Grenzen und bräuchten Unterstützung – auch dafür stehe Diakonie: „Das ist aktive Nächstenliebe, also tatkräftige Unterstützung unter dem Dach der evangelischen Kirche. In unserem Fall sogar im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Friedrich.

Diakoniestation als Anlaufpunkt
Zwar konzentriert Sabine Thomas sich jetzt auf die ambulante Pflege, doch gibt es bereits erste Überlegungen zur Ausweitung: „Ich möchte mit der Kirchengemeinde zusammen eine Diakoniestation aufbauen, die die Erwartungen der Menschen an so eine Einrichtung erfüllt. Dazu gehört Pflege in verschiedenen Facetten, aber auch andere niedrigschwellige Angebote der Betreuung und Entlastung. Wir könnten uns langfristig zum Beispiel eine Tagesbetreuung für Senioren vorstellen oder einen Mahlzeitendienst. An Ideen mangelt es uns nicht“, sagt die gebürtige Voigtländerin, die auf viele Jahre Berufserfahrung in der Pflege blicken kann. Sie lobt den offenen Austausch mit der Andreasgemeinde und den Gestaltungsspielraum, den die neue Aufgabe ihr gibt. Aktuell ist sie unterwegs, um Kontakte zu knüpfen, zum Beispiel zum Seniorenbüro, zu Vereinen und Gruppen.
Das Einzugsgebiet der Diakoniestation Martin Luther Stiftung umfasst zunächst maximal zehn Kilometer rund um Büdesheim, also Oberdorfelden, Niederdorfelden, Nidderau Heldenbergen und Windecken – eine spätere Erweiterung ist natürlich geplant. Sie wolle sich nicht zu Beginn verzetteln, sagt Sabine Thomas, sondern setze auf Qualität. „Ich lege großen Wert auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Zudem gehört für mich zu einer nachhaltigen Pflege nicht nur der Mensch, der gepflegt wird, sondern auch sein Umfeld.“

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Von links: Thorsten Hitzel (Vorstandsvorsitzender Martin Luther Stiftung Hanau), Pfarrer Kaarlo Friedrich, Sabine Thomas (Leitung Diakoniestation Schöneck), Simone Winkelmann (Kirchenvorstand), Cornelia Rück (Bürgermeisterin Schöneck) und Annette Schadt (Gesamtleitung Diakoniestation Martin Luther Stiftung; Standorte Hanau und Schöneck).


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