Ukulele als Antidepressivum

Kilianstädten
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Mehr als 40 auf den eng gestellten Stühlen liegende Ukulelen fanden unter Leitung und Moderation von Musikschuldozent Norbert Enz im Bürgertreff Kilianstädten ihren Menschen.

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Zum vergnüglichen „Ukuleleevent mit Songs and Voices“ der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden hatte sich sehr zahlreich Publikum „sogar aus Frankfurt“ eingefunden, wie Enz betonte, so dass es mit bewährter Bewirtung der Bürgertreffgaststätte schnell gemütlich wurde. Nachdem man Platz in geringer Nähe zu Sitznachbar und -nachbarin gefunden sowie Getränk und Brezel organisiert hatte, griff Norbert Enz in die Saiten seines kleinen, hawaiianischen Zupfinstrumentes und begleitete sich und seine schöne Stimme mit aufblitzender Komik zu Funny van Dannens Song “Schön singen“. Das so auf einen glücklich machenden Abend eingestimmte Publikum konnte sodann den Einlauf der Musikerinnen und Musikern bestaunen, den Hauptakteuren des Abends. Zum einen Gäste der VHS Frankfurt, „ukeSONGS“ und noch Namenlose, zum anderen die Musikschul-Ensembles „UQlele“ und „UKEbx“. Dazu Bernd Meixner (Bassukulele), Percussionist Werner Ebert und die glänzenden Gesangssolisten Axel Wittich, Carmen Helbig, Martina Scheld-Fischer und Richard Breitenbach. Überall saßen und standen sie, über der Bühne half eine Leinwand mit stimmungsvollen Bildern, Cartoons oder einem Filmausschnitt der Fantasie auf die Sprünge, als das gewaltige Ukulelenorchester wechselnd und gemeinsam zu zupfen und zu singen begann.

Das kleine 4-saitige Instrument mit dem ulkig-exotischen Klang eignet sich ausgezeichnet zu einfacher Liedbegleitung und so erklangen Songs aus 60 Jahren, regten zum Mitsingen an, wie Hannes Waders „Heute hier, morgen da“. Nach „Bad Moon Rising“ schloss sich der Stones-Hit „Paint It Black“ an. Depressive Grundstimmung, Liebeskummer, gesellschaftliche Verwerfungen, Umweltzerstörung und Einsamkeit bildeten zwar die Hauptthemen des Abends, doch mit Ukulelenunterstützung, Farbigkeit und Antidepressiva in Form zweier vom Glück handelnder Fabeln behielt der Humor die Oberhand. Gegen die Isolation ging es mit Fools Gardens „Lemon Tree“, danach gute Laune mit Otis Reddings „Sitting On Dock“ sowie Dean Martin und „Sway“. Die Beatles schauten mit „Octopus‘s Garden“ vorbei und Adele mit „Rolling in The Deep“. „Californication“, der Hit der Red Hot Chili Peppers beschloss in großer Besetzung einen ungewöhnlichen und vergnüglichen Abend für ukuleleaffine Menschen.

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