Ampeln für Radverkehr in Schöneck stehen auf Grün

Schöneck
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45 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Deshalb kommt dem Fahrrad bei der Verkehrswende im Nahverkehr entscheidende Bedeutung zu.

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Ein Antrag der Grünen zum Ausbau des Radwegenetzes in und um Schöneck hat nun gute Chancen auf Zustimmung.

Unter dem Stichwort RadiuS7* schlagen die Grünen eine Reihe von Maßnahmen vor, wie sich die Anbindung innerhalb der Schönecker Ortsteile sowie an die Nachbarkommunen in einer Entfernung von bis zu sieben Kilometern über Radwege verbessern lässt. Der zuständige Ausschuss Bauen, Umwelt, Verkehr, Energie und Klimaschutz empfiehlt nun einstimmig bei zwei Enthaltungen, den Antrag bei der Sitzung der Schönecker Gemeindevertretung am kommenden Dienstag anzunehmen. Über diesen parteiübergreifenden Konsens freut sich Wolfgang Seifried von Schönecks Grünen besonders: „Der Antrag schreibt dem Fahrrad als CO2-freiem und Gesundheit förderndem Verkehrsträger eine hohe Bedeutung zu und will Lücken im Wegenetz schließen.“ Seifried hatte diese Lücken der Radverbindungen von Schöneck zu allen Nachbarortschaften in einem umfangreichen Konzeptpapier dokumentiert. „Gerade auf kurzen Strecken besteht - verstärkt durch den Erfolg von E-Bikes - großes Potential, Verkehr auf das Fahrrad zu verlagern. Voraussetzung dafür ist aber eine sichere, befestigte, saubere und direkte Wegführung ohne große Umwege.“

Seit die Grünen den Antrag im Sommer letzten Jahres erstmals einbrachten, hat sich einiges getan: Maintal hat mit großer Mehrheit von Grünen, CDU, SPD und FDP im Haushalt 2019 bereits eine Million Euro zur Ertüchtigung der Radwege im Rahmen des Projektes RadiuS7 bereitgestellt, namentlich zur Verbesserung der Auffahrten von Wachenbuchen und Hochstadt zur Hohen Straße. Auch die Stadt Karben hat RadiuS7 im zuständigen Ausschuss beraten und steht dazu in Abstimmung mit der Gemeinde Schöneck.

Unterstützung erfährt das Vorhaben außerdem durch das Land Hessen. Die Landesregierung hat auf dem jüngsten Nahmobilitätskongress die weitere finanzielle Förderung für Kommunen bekräftigt. Grundlage ist der Hessenstandard „Schneller Radfahren“, mit dem Radfernwege, Radwege an Landes- und Bundesstraßen und innerörtliche Radwege zusammenwachsen sollen. Dafür gibt das Land Hessen Zuschüsse von bis zu 70 Prozent. Der Antrag an die Schönecker Gemeindevertretung sieht vor, bereits 2019 mit der Umsetzung von RadiuS7 zu beginnen. Dafür könnten 100.000 Euro aus dem Haushalt verwenden werden, die als Restmittel aus einem anderen Bauvorhaben zur Verfügung stehen. Der Zuschusshebel des Landes könnte diesen Betrag auf bis zu 333.000 Euro erhöhen.

Weitere Mittel möchten die Grünen in den Haushalt 2020 einstellen lassen. „Wenn das Fahrrad eine ernsthafte Alternative zum Auto sein soll, dann müssen die Radwege zwar nicht so breit, aber so gut wie Autostraßen sein“, begründet Seifried den Antrag. „Damit kann Schöneck einen Beitrag leisten, die deutschen Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen, wo bislang keinerlei Fortschritte erzielt wurden. Wie dringend das ist, zeigen die Rekordtemperaturen des vergangenen Jahres und die Trockenheit dieses Frühjahrs mit Waldbränden – auch direkt vor unserer Haustür in Hanau. Die Kinder und Jugendlichen, die freitags auf die Straße gehen, fordern zu Recht Taten und lassen der Politik ihre Trägheit nicht mehr durchgehen.“

*RadiuS7 steht für „Radverkehr in und um Schöneck“ in einem Radius von sieben Kilometern

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