Mit großem Interesse haben die Mitglieder des "Bündnisses lebenswertes Schöneck" laut eigenen Angaben die Entwicklungen verfolgt, die in den vergangenen Monaten in Sachen Rechenzentrum in Schöneck bekannt wurden.
"Sehr überraschend war die Ankündigung der Gemeinde Schöneck, dass der ehemalige Investor, die Firma Hetzner, sich zurückgezogen hatte, nachdem die Gemeinde plötzlich doch einen mehrstöckigen Ausbau des Rechenzentrums forderte. Überraschend war dies insbesondere, weil die Gemeinde zuvor kein großes Interesse an einem mehrstöckigen Ausbau zeigte, sondern den Bürgern erklärte, dass der Wunsch des Investors zu beachten sei und der wollte nun einmal einstöckig bauen. Mit dem Rückzug der Firma Hetzner entstand bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative die Hoffnung, dass die Planung für das neue Rechenzentrum jetzt nachhaltiger wird, also dass wesentliche Verbesserungen in das Konzept aufgenommen werden, insbesondere eine tatsächliche Nutzung der Abwärme. Zugleich entstand die Hoffnung, dass die Ansiedlung eines anderen Investors für nachhaltige Einnahmen der Gemeinde sorgt, also nicht nur einen einmaligen Verkaufspreis sondern regelmäßige Einnahmen durch Gewerbesteuer für die Gemeindekasse und viele neue Arbeitsplätze bringt. Nun war nachzulesen, dass die Gemeinde mit Gewerbesteuer nicht rechnet, was die Frage aufwirft, weshalb man nicht lieber ein Gewerbe in Schöneck ansiedelt welches auch dauerhaft für eine nennenswerte Anzahl von Arbeitsplätzen und nennenswerte Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde sichert", heißt es in einer Pressemitteilung.
Auch zum Thema Abwärme gebe es keine guten Nachrichten: "Denn trotz der immensen Menge an Kilowattstunden, die ein künftiges Rechenzentrum auf dem Schönecker Acker verbrauchen würde, sieht man sich nicht in der Lage, die warme Luft, die ein Rechenzentrum produziert, sinnvoll zu nutzen. Es ist die Rede von mehr als einer Milliarde Euro, die in Schöneck investiert werden. Ein Schelm ist scheinbar, wer sich dann noch fragt, wieso kein Geld für ein Nahwärmenetz zur Verfügung steht."
Abschließend teilt das Bündnis mit: "Unklar bleibt nach wie vor, wie alle anderen Planungen, insbesondere die Umweltvorgaben für das neue Gewerbegebiet aussehen sollen, denn trotz der Ankündigung der Offenlegung durch die Gemeinde Schöneck, sind die Planungsunterlagen bis heute nicht über die Seite der Gemeinde abrufbar. Dies ist umso erstaunlicher, da bereits am Freitag, 21.11.2025, um 23.59 Uhr die Frist für die Einwendungen der Bürger ablaufen soll, obwohl die Bürger bislang noch keine Gelegenheit hatten, sich die Planungsunterlagen im Internet herunterzuladen. Die Gemeinde hatte angekündigt, die Unterlagen auf ihrer Seite (Amtliche Bekanntmachungen) abrufbar zu machen. Dort ist jedoch kein entsprechender Eintrag zu finden. Nachfragen bei der Gemeindeverwaltung blieben leider auch ohne Ergebnis. Die Bürgerinitiative vermutet, dass es sich um eine Panne in der Gemeindeverwaltung handelt. Auf diesem Weg möchte die Bürgerinitiative die Gemeinde daher bitten, dafür zu sorgen, dass sich die Bürger über die aktuelle Planung für das neue Gewerbegebiet angemessen informieren können, selbstverständlich muss ab dem Moment, ab dem die Unterlagen zugänglich sein werden, eine angemessene Frist für die Einreichung von Einwendungen durch die Bürger gewährt werden.
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