"Das Interesse der Schönecker SPD an der Aufstellung eines nachhaltigen Konzeptes zur zukunftssicheren Entwicklung der Gemeinde Schöneck ist groß", teilt die Partei in einer Pressemitteilung mit.
Umso überraschter ist die SPD-Fraktion über die kurzfristige Absage der Info-Veranstaltung und die beabsichtigte Auflösung des Klimabeirates.
"Der gemeinsame Antrag von CDU-FWG-FDP zur konstituierenden Sitzung der Schönecker Gemeindevertretung ist ein klarer Fehlstart. Die Gemeinde Schöneck verfehlt mit Ihrer Absage der Info-Veranstaltung zum Vorreiterkonzept Klimaschutz für die Bürgerinnen und Bürger ganz massiv den eigenen Anspruch, Verfahren kooperativ voranzubringen“, so Fraktionsvorsitzender Ludger Stüve. Und weiter: "Nicht nur, dass sich die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes jetzt verzögert, flankierend dazu wird auch gleich der Klimabeirat abgeschafft. Klimaschutz im Schneckentempo ist Fakt, Ankündigungen wie ‚Die Gemeinde Schöneck setzt ein starkes Zeichen für den Klimaschutz‘(Pressemeldung der Gemeinde), dann doch eher Fake! Der Klimabeirat war ohnehin bei CDU, FWG und FDP ein ungeliebtes Kind; ihr Engagement in der Vergangenheit überschaubar!"
Anke Bleich, engagierte SPD-Vertreterin im Klimabeirat, fragt: “Warum nehmen CDU, FWG und FDP dem neu gewählten Parlament die Chance, den Klimabeirat als Kompetenzgremium zu nutzen? Hier wird wichtige Expertise ohne Not abgebaut.“ Es stelle sich damit unwillkürlich die Frage, ob das Engagement der Gemeinde zum Thema Klimaschutz nicht reine Augenwischerei sei. „Eine Vorreiterrolle auf kommunaler Ebene zur Realisierung wirksamer lokaler Klimaschutzmaßnahmen sieht jedenfalls anders aus“, so der neue SPD-Fraktionsvorsitzende Ludger Stüve.
Dazu passe, dass die Einstellung eines fachlich kompetenten Klimaschutzbeauftragten auf sich warten lasse und die Stelle des Umweltbeauftragten nicht adäquat besetzt sei: "Klimaschutz ist in der Gemeinde aktuell ein Nullum! Wie wichtig ein solches Engagement aber ist, zeigt ein einfacher Spaziergang durch die Schönecker Gemarkung in diesen Tagen. Wälder leiden bereits unter Trockenheit, die Erde der Feldwege ist wegen Wassermangel in den oberen Bodenschichten bereits gerissen und die Sonne brennt, steht man im Windschatten, schon recht unangenehm auf der Haut: und das Mitte April! Zu erwarten ist, dass im Sommer die Menschen an Hitzetagen jenseits der 30 Grad oft nicht aus dem Haus gehen, weil die Hitze ihnen körperlich zusetzt. Die Liste von Auswirkungen des Klimawandels auf lokaler Ebene ließe sich ohne Weiteres verlängern. Deshalb ist es, nach Aussage von SPD Fraktionsmitglied Friedrich Verfondern unverantwortlich, den Klimaschutz auf die lange Bank zu schieben. Ein klassischer Fehlstart der sich abzeichnenden neuen Mehrheit von CDU, FWG und FDP im Schönecker Gemeindeparlament."
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