Zu viele Risiken, um sich an der EAM zu beteiligen

Schöneck

Die Gemeinde Schöneck wird sich nicht mehr an der EAM (re-kommunalisierte E.ON-Mitte AG) beteiligen können, da die Gemeindevertretung beschlussunfähig war.

Morgenpost

Die FWG-Fraktion war wie die Grünen ohnehin wegen ungeklärter Sachfragen und ohne eine breite Risikoanalyse gegen eine Beteiligung. Schöneck hätte für seinen Anteil eine Bürgschaft über rund 4,3  Mio Euro übernehmen müssen, und das bei der derzeitigen Haushaltssituation der Gemeinde und in einer unsicheren Zukunft der gesamten Strombranche. Die prognostizierten Renditeerwartungen von 7%  über einen Zeitrahmen von 27 Jahren kann nach Ansicht der FWG heute niemand überschauen. Zudem ist ungeklärt, wie sich zu tätigende Investitionen zur Netzerneuerungen/-erhaltung auf die geplanten Gewinne auswirken. Die 130 Gemeinden, die sich in Höhe von 49,9% unternehmerisch beteiligen sollen, erhalten auch nur ein beschränktes Mitbestimmungsrecht bei voller Risikoübernahme. Neben den Finanzierungsgesichtspunkten stellt sich für den Fraktionsvorsitzenden der FWG, Matthias Geisler, die Frage, welche Wirtschaftlichkeit ein Gebilde aus 130 Kommunen und Kreisen erzielen wird und wie sich dies auf die prognostizierten Gewinne auswirkt. Für die FWG zu viele Risiken, um für einen Beitritt zu stimmen.


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