Die politischen Gremien von Niederdorfelden, Schöneck und Nidderau prüfen die Schaffung eines gemeinsamen Baubetriebshofes, um Kräfte zu bündeln und Kosten zu reduzieren.
Die politischen Gremien von Niederdorfelden, Schöneck und Nidderau prüfen die Schaffung eines gemeinsamen Baubetriebshofes, um Kräfte zu bündeln und Kosten zu reduzieren.
Dass die Zusammenarbeit zwischen den Bauhöfen der drei Nachbarkommunen schon seit Jahren effizient ist, belegt ein weiteres Beispiel: die Pflege der Sportplätze.
Die Bauhofleiter Martin Hofmann aus Schöneck und Werner Christiansen aus Nidderau konnte diesmal mit einem kleinen Coup aufwarten. Bereits durch die Beschaffung eines gemeinsamen Pflegegerätes sparen die drei Kommunen einen fünfstelligen Betrag pro Jahr. Als es nun darum ging, wie in jedem Frühjahr die 13 Rasenplätze für die Saison vorzubereiten, wurde Teamwork mit externer Hilfestellung kombiniert, weil keine der drei Kommunen einen eigenen Vertikutierer dieser Größenordnung im Maschinenpark hat.
Moos macht sich über die Herbst- und Winterzeit auf dem Rasen breit. Also muss vertikutiert werden. Für einen stark beanspruchten Fußballplatz ist diese Arbeit noch wichtiger als in einem Hausgarten. Der Rasen bekommt Luft, kann sozusagen erst einmal durchatmen. Danach kann gesandet, gelocht, nachgesät und gedüngt werden. Die Bauhofleiter Hofmann und Christiansen stellten sich die Frage, ob die Arbeit vergeben werden muss oder ob es eine andere Möglichkeit gibt. Hofmann fragte kurzerhand bei der Firma Wiedemann an, ob so ein Gerät, welches er bereits auf der Messe gesehen hatte, für Probezwecke zu mieten wäre. Die Firma machte daraufhin eine große Ausnahme und sagte einer Vermietung für eine kleine Pauschale zu. Ein weiteres Kapitel der interkommunalen Zusammenarbeit konnte geschrieben werden. Mit ganz wenig „Moos“ vom Konto verschwand das ganze Moos vom Rasen.
Die beiden „Greenkeeper“ Thomas Walter aus Schöneck und Thomas Gold aus Nidderau holten das Gerät ab und legten los – den Schlepper für den Vertikutierer stellte Schöneck, aus Nidderau kam der Großflächenmäher zu Einsatz. In rasender Geschwindigkeit konnten die jeweils rund 8.000 Quadratmeter großen Rasenplätze vertikutiert werden. „Die Zusammenarbeit verlief wieder einmal reibungslos“, bilanzierten Hofmann und Christiansen. Einziger Wermutstropfen: Die Arbeiten auf den beiden Rasenplätze in Niederdorfelden mussten aufgrund der Witterung verschoben werden.
Der Großvertikutierer überzeugte alle. Die Zeitersparnis pro Platz belief sich auf jeweils mehr als zwei Stunden. Und weil der Coup der preisgünstigen Ausleihe nicht beliebig wiederholbar ist, steht nun die nächste gemeinsame Beschaffung an. Denn: Nicht nur Zeit wird gespart, die Sportplätze aller drei Kommunen gewinnen erheblich an Qualität.
Foto: Gruppenbild mit Vertikutierer und Traktoren: Die beiden „Greenkeeper“ Thomas Gold (Nidderau) und Thomas Walter (Schöneck) mit Schönecks Bauhofleiter Martin Hofmann (Mitte).
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