Durchgang verboten: Kein Zugang zu Weihnachten

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„Weihnachten ist das Fest der Liebe und bedeutet, Gott ist bei uns Menschen.“

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Mit diesen Worten begrüßt Pater Andreas Kühne, Direktor der salesianischen Gemeinschaft Jugendliche und Mitarbeiter, die sich zur Andacht in der Kirche versammelt hatten. „Leider ist Weihnachten jedoch meist von Hektik und Stress und nicht selten auch von Streit und Chaos geprägt. Zunehmend hören wir von Menschen, die das Fest der Liebe in Einsamkeit, Trauer, Hoffnungslosigkeit und Angst verbringen,“ führt er weiter aus.

Die Krippe suchten die Besucher vergeblich, sie war hinter zwei großen Holztüren verborgen. Aufgabe der Werkstätten, Gruppen und Abteilungen war es, ein Symbol mitzubringen, um wieder Zugang zu Weihnachten zu bekommen. Gespannt verfolgten alle die Vorstellung der unterschiedlichen Utensilien, um das Schloss zu Weihnachten zu knacken. Es wurde eine Geschenkekiste von Gruppe Moglia gebracht aus der sich jeder etwas nehmen durfte, bunte vielfältige Schlüssel mit Liebe, Familie, Freundschaft von Gruppe Murialdo, ein großes Vorfahrtsschild der Metallwerkstatt sowie ein Weihnachtsbaum von den Damen der Hauswirtschaft. Die Holzwerkstatt beeindruckte mit zwei großen Engeln, auf deren Flügeln in unterschiedlichen Sprachen das Wort Frieden eingebrannt war. Gruppe Marvelli stellte in einem Anspiel eine biestige Frau vor, die Weihnachten und alles was damit verbunden ist ablehnt. Die guten Geister um sie herum können sie vom Gegenteil überzeugen. „Ich gehöre einer anderen Glaubensgemeinschaft an,“ sagt Faruk, „aber als wir Kerzen anzündeten habe ich ein großes Gefühl der Gemeinschaft mit allen gespürt.“ Damit sprach er vielen Jugendlichen und Mitarbeiter/innen aus dem Herzen. Mit jedem Utensil öffnete sich die Wand etwas mehr und schließlich kam die Krippe zum Vorschein.

Musikalisch wurde die feierliche Andacht von der neuen Don Bosco Band begleitet. Thommy (Gitarre), Kevin (Schlagwerk), Sven Krack (E-Bass) und Frau Strott (keyboard) erhielten begeisterten Applaus für „Wind of change“, „Sound of silence und „Feliz Navidad“. Im Anschluss gab es Geschenke in den Werkstätten und der Schule und herzliche Weihnachtswünsche. Ausgestattet mit den neuen Caps starteten die meisten Jungs in die Ferien nach Hause, die Mitarbeiter*innen verweilten noch einige Stunden bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier.

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