Der 200. Geburtstag von Johannes Bosco soll groß gefeiert werden. Deshalb sind zum diesjährigen Don Bosco Fest am Sonntag den 31. Januar alle Menschen und vor allem Kinder und Jugendliche zum Gottesdienst und anschließenden Essen und Spielangeboten eingeladen.
Start ist um 10.30 Uhr mit einem Familiengottesdienst in der Pfarrkirche in Sannerz. Hier steht das Leben Don Boscos, seine Haltung und seine Glaubensüberzeugung im Mittelpunkt. Anschließend hält die Küche ein Mittagessen für alle Gäste bereit. Ab 12.30 Uhr öffnen die Wohngruppen auf dem Gelände ihre Türen und freuen sich über viele Besucher/innen, vor allem auch Kinder und Jugendliche. Auf sie wartet ein breites Angebot an Spiel- und Bastelangebot für alle Altersgruppen: Kicker, Darts, Tisch-Tennis, Viva, Mensch-ärgere Dich nach neuen Regeln, Billard oder Mucki-Bude und vieles mehr. Auch besteht bei einer Tasse Kaffee die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und kennen zu lernen.
Im Jugendhilfezentrum wird jedes Jahr der Namenstag von Johannes Bosco gefeiert, Gottesdienst, Spiele und Spaß stehen dabei im Mittelpunkt, ganz nach dem Lebensmotto des Schutzpatrons der Jugend „Fröhlich sein, gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“. Johannes Bosco war vielfältig begabt. Er erlernte das Schneiderhandwerk, arbeitete als Knecht in der Landwirtschaft und später machte er mit seinen Kunst- und Zauberstücken nicht nur Kindern viel Freude. Er kann Jonglieren, auf einem Seil tanzen und kennt alle möglichen Tricks mit Karten. Johannes Bosco ist außerdem sehr musikalisch, kann singen sowie Geige und Klavier spielen. Mit Freunden gründet er den „Club der Fröhlichen“, der es sich zu Aufgabe macht, seinen Glauben mit ansteckender Freude zu leben. Am 5. Juni 1841 wird Johannes Bosco zum Priester geweiht und geht nach Turin. Er ist anders, als die anderen Priester: Als Seelsorger wird er bald mit dem Elend der Großstadtjugend in Turin konfrontiert. Die industrielle Revolution schwemmte tausende von Familien auf der Suche nach Arbeit in die großen Städte. Entwurzelte Jugendliche ohne Arbeit, Wohnung und Chancen bevölkern die Straßen. Viele von diesen Jugendlichen werden immer wieder straffällig. Der Teufelskreis aus Armut, Einsamkeit, Hilflosigkeit und Kriminalität der Jugend ist ein Schock für den lebensfrohen Geistlichen. Doch getreu nach seinem Motto packt er an, gründet Werkstätten, Wohnungen und baut eine Schule auf. Dabei ist er sich nicht zu schade, bei reichen Leuten betteln zu gehen oder um Arbeitsstellen für seine Schützlinge zu werben. Ein besonderer Mensch, ein Heiliger, dessen Pädagogik, Glauben und Haltung heute noch genauso aktuell ist wie vor 200 Jahren.
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