Wird in Sinntal Energie-Geschichte geschrieben?

Sinntal
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Eine der größten Herausforderungen der Energiewende ist die Speicherung des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Die beiden Sinntaler Robin Krack und Udo Gärtner haben einen Stromspeicher namens Goliath erfunden, der auf der Grundlage eines Pumpspeicherwerks arbeitet. Der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz aus Steinau ist von der Erfindung „Made in MKK" überzeugt und bat den energiepolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Stephan Grüger  sich mit ihm  gemeinsam  den Goliath anzuschauen.

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„Neue Ideen sind immer gut. Sie sind aber besser, wenn sie aus Hessen kommen und noch besser, wenn sie aus dem Main-Kinzig-Kreis stammen", freut sich Heinz Lotz.

Die beiden Erfinder haben es sich zur Aufgabe gemacht das volle Potential bereits installierter und zukünftig geplanter Erneuerbarer Energiequellen nutzbar zu machen. Nach einer dreijährigen Entwicklungsphase steht nun ein erster kleiner Prototyp. „Goliath ist ein Energiespeicher, der Strom dort aufnehmen kann, wo er in Windeseile produziert wird. Dabei greifen wir auf jahrhundertalte Erfahrungen der Wasserkraft zurück und wandeln die Nachteile herkömmlicher Pumpspeicherwerke in Vorteile um", erklärten Robin Krack und Udo Gärtner in ihrer Präsentation. So könnte das volle Erzeugungspotential  jeder beliebigen Erneuerbaren Energiequelle nachhaltig genutzt werden (Windkraft, Photovoltaik bzw. Solarenergie (CSP), Wasserkraft, Wellenkraft, usw.), indem man den gewonnen Strom entweder direkt verwendet oder ihn mithilfe des Goliath - Energiespeichers einer späteren bedarfsgerechten Verwendung zugänglich macht. So müsste keine erneuerbare Energiequelle mehr abgeschaltet werden, sondern könnte stattdessen durchgehend betrieben und genutzt werden.

Nach einigen Nachfragen konnten sie Stephan Grüger von ihrer Erfindung überzeugen. "Wenn die hessische Landesregierung klug ist, dann fördert sie dieses Projekt. Ideal wäre ein Leuchtturmprojekt in Hessen, dass Goliath weiterentwickelt und zur Marktreife bringt". Der Energiepolitiker wies zudem darauf hin, dass auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert werden müssen, etwa wenn es um die Doppelbelastung bei der Ein- und Ausspeisung des Stroms geht. Dezentrale Stromspeicher haben Zukunft, Kohle- und Atomstrom nicht", so Stephan Grüger.

Heinz Lotz betonte abschließend noch einmal, dass diese Erfindung parteiübergreifend gefördert werden sollte: „Die Grünen haben sich das Projekt bereits angeschaut, die CDU wird demnächst folgen. Ich hoffe, dass wir gemeinsam dieses Projekt aus dem Main-Kinzig-Kreis mit allen Kräften fördern, denn dann würden wir alle davon profitieren. Wer weiß: Vielleicht wird gerade in Sinntal Energie-Geschichte geschrieben."

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