Mit ihrem Antrag zur Änderung der Satzung über die Benutzung der Kindergärten habe sie einen Nerv bei vielen jungen Familien in der Gemeinde getroffen. Am 2. Februar stimmte die Gemeindevertretung dem Antrag einstimmig zu.
"Im Kern geht es um ein Problem, das viele berufstätige Eltern seit Jahren beschäftigt: die extrem späte Planungssicherheit bei der Vergabe von Kindergartenplätzen. Nach der bisherigen Regelung erhielten Eltern oftmals erst wenige Monate vor Beginn des Kindergartenjahres eine verbindliche Zusage – zu spät, um Beruf, Familie und Betreuung verlässlich zu organisieren. Wir bekommen diese Sorgen immer wieder direkt geschildert – und auch ich als junger Vater kenne das Problem sehr gut“, erklärt CDU-Fraktionsmitglied Simon Müller. „Eltern melden ihre Kinder direkt nach der Geburt an und müssen trotzdem fast zwei Jahre lang im Ungewissen bleiben. Das ist für Familien, Arbeitgeber und auch für Tagesmütter schlicht nicht zumutbar.“
Der CDU-Antrag sieht daher vor, die Vergabepraxis der Kita-Plätze inhaltlich wie auch zeitlich zu überarbeiten. Künftig sollen neben dem Alter der Kinder auch berufliche Rahmenbedingungen der Eltern stärker berücksichtigt werden. „Wer arbeitet, muss auch Vorteile haben. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wir stehen als CDU klar an der Seite der Arbeitenden, die unsere Gesellschaft tragen“, so Müller. Zudem soll die Information über konkrete Aufnahmezeitpunkte deutlich früher erfolgen, um verlässliche Planung zu ermöglichen. So könnten Eltern rechtzeitig mit ihren Arbeitgebern sprechen und ihre berufliche Rückkehr besser abstimmen.
Fraktionsvorsitzender Andreas Heil macht deutlich, worum es der CDU Sinntal dabei geht: „Familienfreundlichkeit darf kein Schlagwort sein, sondern muss sich im Alltag der Menschen bemerkbar machen. Wer hier lebt, arbeitet und Kinder großzieht, braucht Verlässlichkeit. Genau hier setzen wir an.“
Dass der Antrag einstimmig angenommen wurde, zeigt laut Heil, dass es sich um ein echtes Anliegen der Bürger handelt – und nicht um politische Symbolik. „Wir machen keine Schaufensteranträge. Unser Ziel ist es, konkrete Probleme zu lösen. Als CDU wissen wir, was die Menschen in Sinntal umtreibt, weil wir ständig mit ihnen im Gespräch sind.“
Besonders wichtig ist der CDU-Fraktion auch der Blick auf die Zukunft der Gemeinde. Sinntal ist auf junge, berufstätige Familien angewiesen – wirtschaftlich wie demografisch. Eine familienfreundliche Kinderbetreuung ist dabei ein entscheidender Standortfaktor. „Wenn wir wollen, dass junge Familien hier bleiben und nicht wegziehen, müssen wir ihnen den Alltag erleichtern“, so Müller. „Eine faire und transparente Vergabe von Kita-Plätzen ist dafür ein ganz zentraler Baustein.“
Mit dem nun gefassten Beschluss ist der Gemeindevorstand beauftragt, die Satzung entsprechend zu überarbeiten. Für die CDU Sinntal ist das ein weiterer Beleg dafür, dass bürgernahe Politik wirkt – wenn man zuhört, hinschaut und handelt. Fraktionsvorsitzender Andreas Heil hierzu abschließend: „Unsere Politik entsteht nicht am Schreibtisch, sondern mitten in Sinntal – gemeinsam mit den Menschen und für die Menschen.“
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