Seidenrother Stars und Sternschnuppen vom Himmel

Seidenroth
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Okay, das war vielleicht Lady Gaga auf der Leinwand – aber die eigentlichen Stars des Abends waren die Seidenrother Landfrauen, das Kuki-Team mit seinem Open-Air-Knowhow und den Soundexperten von RS-Dimension und natürlich der Sternenhimmel.

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Rund 600 Besucher erlebten auf dem alten Sportplatz des idyllischen Dörfchens über dem Kinzigtal einen unvergesslichen Open-Air-Kino-Abend mit dem preisgekrönten Film „A Star Is Born“ von und mit Bradley Cooper.

Wo soll man anfangen? Beim Zirpen der Grillen, beim Prickeln der selbstgemachten Erdbeerbowle auf der Zunge oder bei der entspannten Atmosphäre, die auf dem Seidenrother Plateau mit weitem Blick auf die Höhenzüge des Bergwinkels herrschte? Es war ein rundherum genialer Abend, und die Freude der Landfrauen und der mithelfenden Dorfbewohner über eine solch wunderbare und besondere Veranstaltung in ihrem Heimatort war deutlich zu spüren. 600 Besucher – das war nach Angaben der Kuki-Macher der absolute Rekord bei einem Kino Open Air. Und davon hat der Kino- und Kulturverein in den vergangenen 25 Jahren schon zahlreiche veranstaltet.

Dass auf diese Weise der Sinn für die eigene Region, deren Kultur und Landschaft neu geweckt wird, bestätigte eine Besucherin: „Jetzt lebe ich schon so lange im Main-Kinzig-Kreis und habe gar nicht gewusst, wie schön es hier oben ist.“ Mit Klappstühlen, Kuscheldecken und Liegestühlen unterm Arm strömten die Gäste auf die weitläufige Wiese und suchten sich einen gemütlichen Platz. Auch das Angebot, Klappstühle gegen einen kleinen Obolus zu leihen, kam gut an. Den Stuhlverleih übernahm das Hofnarr-Theater, die Bewirtung der Gäste lag in den Händen der Seidenrother Landfrauen, und weitere Vereine wie zum Beispiel die örtliche Feuerwehr, packten auch kräftig mit an. „Gemeinsam etwas Tolles schaffen“ – das unterstreiche den Netzwerkgedanken, der auch für die Aktiven des Kuki charakteristisch sei, erklärte Heide Buhmann vom Vorstand des rührigen Vereins.

Für den erst kürzlich aus der Taufe gehobenen Landfrauen-Verein war es eine Premiere nach Maß: Der hübsch mit bunten Lampions geschmückte Catering-Stand war ständig umlagert. Leckere Snacks und Früchte standen bereit, und die Behälter mit verschiedenen selbst gemachten Limonaden in den Geschmacksrichtungen Ingwer, Minze/Zitrone und leckeren Varianten mehr leerten sich zusehends. Super kamen auch die verschiedenen Bowlen und Cocktailgetränke an. Eine schöne Geste: Das Fingerfood wurde gegen eine Spende abgegeben.

Einen kurzen Moment der Spannung durchlebte das Publikum, als vor Beginn des Films durch das Einschalten der Popcorn-Maschine der Strom ausfiel und die aufblasbare Leinwand in sich zusammensackte. Aber kurz darauf stand der riesige Airscreen wieder, und bei Einbruch der Dunkelheit erlebten die Zuschauer eine Mischung aus kraftvollem Musikfilm und berührendem Beziehungsdrama. Die fiktionale Geschichte um den suchtkranken Rockstar Jackson Maine, der das Gesangstalent der Gelegenheits-Jobberin Ally entdeckt und ihr zu einer spektakulären Bühnenkarriere verhilft, zog das Publikum in seinen Bann. Tragische Liebesgeschichte und intensive Konzert-Szenen ergaben eine stimmige Mischung. Vor allem der Mega-Hit „Shallow“, der wehmütig über die Seidenrother Höhe zog, unterstrich die Magie des Abends unter einem traumhaften Sternschnuppen-Himmel.

Übrigens: Auch in Schlüchtern wartet unvergleichliches Open-Air-Feeling auf die Besucher: Am Samstag, 24. August, 20 Uhr, laden der Magistrat der Stadt Schlüchtern und das Kuki-Film-Team gemeinsam ein zu „Der Junge muss an die frische Luft“, als Freiluft-Event im Park am Lauterschen Schlösschen. Und sollte es an diesem Abend regnen, können die Besucher zur Lebensgeschichte Hape Kerkelings ganz schnell und genial in die Stadthalle umziehen.

Fotos (c) Kuki, Christoph Büttner

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