Die Volkssagen des Ferdinand Grimm

Steinau
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Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm sind in fast alle Kultursprachen übersetzt worden und zählen zu den am häufigsten gedruckten Büchern in deutscher Sprache.

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Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gehören zu den Deutschen, die in der ganzen Welt bekannt sind! Doch wie steht es um ihren Bruder Ferdinand? Wer kennt den? Wer kennt seine Texte?

Ferdinand Philipp Grimm war einer der jüngeren Brüder von Jacob und Wilhelm Grimm. Er wurde 1788 als zweitjüngster Sohn der Familie Grimm in Hanau geboren und starb 1845 mittellos in Wolfenbüttel. Ab 1815 arbeitete er bei der Verlagsbuchhandlung Reimer in Berlin fast 20 Jahre als Lektor, dann ging er als freier Schriftsteller nach Wolfenbüttel, wo er auf die finanzielle Unterstützung seiner Brüder angewiesen war. Neben einer Schlüsselerzählung über die eigene Familie sind es vor allem vier Bände mit Märchen und Sagen, die er als literarisches Werk hinterlassen hat.

Besonders die Märchen und Sagen zeichnen sich durch vielfältige literarische Ausdrucksebenen aus, und er erzählt souverän. Die Märchen- und Sagenbände hat er nicht als Ferdinand Grimm veröffentlicht. Er wählte unterschiedliche Pseudonyme: den Namen Lothar, zwei weitere Bände erschienen posthum unter dem Kürzel Fr. Grimm und der Band „Volkssagen der Deutschen“, 1838 bei Julius Schieferbecker in Zeitz erschienen, veröffentlichte er als Philipp von Steinau. Sicher schwingt in dieser Namenswahl die Erinnerung an den Vater Philipp Wilhelm Grimm und an Steinau an der Straße, den Wohnort seiner Kindheit mit.

Schon in den 1970er Jahren hatte sich der Grimm-Forscher Heinz Rölleke mit Ferdinand Grimm beschäftigt. Nun haben das auch die literarischen Entdecker Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz getan. Das Museum Brüder Grimm-Haus in Steinau an der Straße konnte nun einen besonderen Glücksfall für sich verbuchen. Das bekannte Auktionshaus Bassenge in Berlin hat in seiner letzten Auktion einen größeren Bestand an Erstdrucken der Brüder Grimm angeboten und mit Hilfe eines Freundes und Gönners des Museums konnten nun einige dieser Erstdrucke erworben werden. Darunter finden sich die drei Bände der von den Brüdern Grimm ab 1813 herausgegebenen Zeitschrift „Altdeutsche Wälder“, die sich mit alt- und mittelhochdeutscher Literatur befasste und auch den Band mit den Volkssagen des Philipp von Steinau.

Am Internationalen Museumstag, der in diesem Jahr am 15. Mai weltweit gefeiert wird und, an dem auch das Museum Brüder Grimm-Haus und das Museum Steinau den Gästen freien Eintritt bietet, wird Museumsleiter Burkhard Kling einzelne dieser Sagen lesen und vorstellen. Die Steinauer Museen (Museum Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau …das Museum an der Straße, Brüder-Grimm-Straße 80, 36396 Steinau an der Straße, Tel. 06663/7605 www.brueder-grimm-haus.de) sind von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, ab 14.30 wird aus den Volkssagen des Ferdinand Grimm gelesen.


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