Hans Melchior Schmidt liest in Steinau zum 100. „Bewegungsbuch“-Jubiläum

Steinau
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Rund 40 Jahre schreibt der bewegte und doch tief in sich ruhende SteinauerHans Melchior Schmidt in Cafes handschriftlich auf, was ihm wertvoll ist - in seinem Leben und darüber hinaus.

hansmelchier au

Am 20. Mai 2022 um 19 Uhr liest er aus seinem Werk im Hof des Brüder-Grimm-Hauses in Steinau. Sollte es regnen, wird in die Remise ausgewichen. Eigentlich sollte die Lesung bereits im Mai 2020 stattfinden, aber die Corona-Pandemie mit Kontaktbeschränkungen kam dazwischen. Dies holt Schmidt jetzt nach. Deshalb ist es ein neues Jubiläum „100+8“, denn in den letzten beiden Jahren sind wieder neue Erkenntnisse mit dem Füllfederhalter in acht neuen Bewegungsbüchern festgehalten worden. Moderiert wird die Lesung von dem Schriftsteller Peter Völker aus Gründau.

Seine 108 Bewegungsbücher, allesamt übereinander gestapelt, in denen er geistesscharf beobachtet und wertet, sind ein Mahnmal gegen die profitorientierte Leistungs- und Konsumgesellschaft, die humanes Leben ebenso verschlingt wie die Vielfalt der Natur. Aber seine Worte beschränken sich nicht auf die Anklage der herrschenden Verhältnisse und Lebensweisen. Sie sind vielmehr immer auf der Suche nach dem einfachen, zeitlosen, freien Glück des Menschen und skizzieren somit einen Weg zu einem sinngebenden Leben. Originalton Schmidt: „Die folgenschwerste Trennung ist die von sich selbst.“ Fast ganz nebenbei hält Schmidt als Kunstmaler seinen Lebenssinn auch in Gemälden fest. In Kürze soll im Steinauer Schloss eine Ausstellung seiner Bildenden Kunst erfolgen.

Neben seinen ganz persönlichen Bewegungsbüchern hat Schmidt auch rund 1500 Aphorismen in einem Sammelband („Gedanken eines Unzeitgemäßen“) veröffentlicht. Schon beim Durchblättern des kunstvoll gestalteten Werkes, das bei Edition Bodoni in Berlin verlegt wurde, scheinen die auf Papier gebannten Worte ungeduldig auf dem Sprung in die Welt zu sein. Verdichtet zu gesellschaftskritischen, philosophischen, humoristischen auch sarkastischen und satirischen Sätzen streben sie nach außen. Schmidts Leitbild ist der „selbstmächtige“ Mensch, der ehrfürchtig die Welt betritt, achtsam beobachtet und verantwortungsvoll handelt. In der Ronneburger Seniorendependance setzt sein Freund Peter Völker als sozialer Betreuer seine Aphorismen bei Gedächtnisübungen ein.

Hans Melchior Schmidt wurde am 28. Juli 1951 in Steinau-Bellings geboren. Dort verbrachte er auch seine Kindheit und Jugendzeit. Zwischen 1971 und 1977 studierte er in Marburg Lehramt (Biologie und Geografie). Unmittelbar nach dem Studium war er als Lehrer in Fulda und Schlüchtern tätig, bis vor wenigen Jahren am Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen.


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