Steinau etabliert offene Kinder- und Jugendarbeit

Steinau
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„Wir haben schnell erkannt, dass sich in Steinau im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit einiges tun muss“, sagt Bürgermeister Christian Zimmermann (parteilos).

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„Bislang gibt es in der Steinauer Innenstadt keine Plätze, die speziell für Kinder und Jugendliche vorgehalten werden.“ Deshalb hat die Stadt per Beschluss der Stadtverordneten von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und für das Tennisgelände „Am Steinesgraben“ einen Bebauungsplan erstellt. Hier soll ein Begegnungs- und Bewegungsort für Kinder und Jugendliche entstehen. Für diese wichtige Arbeit haben sich Stadt und Bürgermeister professionelle Hilfe aus der Heimat geholt: Die Marjoßerin Judith Ommert, Professorin für Soziale Arbeit an der Hochschule Fulda, begleitet das Projekt.

Offene Kinder- und Jugendarbeit umfasst sozialpädagogische Angebote außerhalb von Schule und Familie und fördert junge Menschen an den richtigen Stellen. Steinau möchte mit dem Umbau des Tennisgeländes eine neue Anlaufstelle errichten, in der sich „Kinder und Jugendliche mit Gleichaltrigen austauschen können und mit fachkundigen Leuten über ihre Probleme reden können“, sagt Judith Ommert. Es soll ein Ort entstehen, „an dem gelernt, genetzwerkt, gefeiert und Sport getrieben werden kann“, sagt Christian Zimmermann.

Angesprochen werden sollen alle Kinder und Jugendliche, vor allem aber die Kinder und Jugendliche, die durch die vielfältigen Vereinsangebote nicht erreicht werden. Um herauszufinden, was die offene Kinder- und Jugendarbeit alles beinhalten soll, beschäftigt sich aktuell eine Gruppe von 21 Studierenden der Hochschule Fulda intensiv mit den Befragungen von Schülerinnen und Schülern, Vertretungen aus Politik, Gesellschaft und Vereinen. Bereits im vergangenen Wintersemester entwickelten 20 Studierende der Hochschule Fulda eine wirkungsorientierte Projektplanung zur Etablierung einer offenen Kinder- und Jugendarbeit in Steinau. Es entstanden hochinteressante Projektarbeiten. Die beiden besten werden am Donnerstag, 30.Juni 2022, um 19 Uhr während der öffentlichen Vorstellung des Projektes im Steinauer Rathaus prämiert. Diese besondere Art von Kooperation mit der Hochschule war und ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: „Die Studierenden können praktisch arbeiten, und wir profitierten von den guten Ideen“, sagt Bürgermeister Zimmermann.

Motor des Projektes soll ein Beirat sein, der sich aus den wichtigsten Interessenvertretungen für die offene Kinder- und Jugendarbeit in zusammensetzt. Dazu gehören zum Beispiel der Kinder- und Jugendbeirat, die Brüder-Grimm-Schule, die Jugendhilfeplanung des Main-Kinzig-Kreises, Vereine, Vertretungen aus den Fraktionen, der Bürgermeister, die Kirchen und weitere Personen aus der Gesellschaft. „Die einzelnen Mitglieder des Beirats sind Expertinnen und Experten in ihren jeweiligen Bereichen und bringen ihr Fachwissen ein. Darüber hinaus tragen sie wichtige Informationen wieder weiter in ihr Umfeld und sind somit wichtige Multiplikatoren“, sagt Bürgermeister Zimmermann. Gemeinsam besuchten Christian Zimmermann und Judith Ommert unter anderem die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Flieden. Dort ist die Caritas der Träger. Bei diesen Besuchen wurde deutlich, dass eine freie Trägerschaft bessere Förderchancen besitzt als die Stadt Steinau als kommunaler Träger. Auch über solche Aspekte soll im Beirat beraten werden.

„Es ist viel Arbeit, die vor uns liegt“, sagt Judith Ommert zusammenfassend, „aber das Ergebnis wird Steinau für junge Leute deutlich attraktiver machen.“ Auch Vereine werden profitieren und auf diesem Weg neue Mitglieder gewinnen. Christian Zimmermann sagt abschließend: „Unser Engagement wird sich allemal lohnen. Schließlich sind Kinder und Jugendliche unsere Zukunft und ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Wir werden sie fördern und unterstützen, wo wir nur können.“

Projekt wird vorgestellt

In der Markthalle des Steinauer Rathauses werden am Donnerstag, 30. Juni, um 19 Uhr die Pläne für die offene Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt. Eingeladen sind hierzu alle Mitglieder des Beirats sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Die besten Arbeiten der Studierenden aus dem Wintersemester 2021 werden ebenso präsentiert wie die von der Hochschule Fulda betriebene Bedarfsanalyse.

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