Sexueller Missbrauch der Tochter in Steinau: Angeklagter schweigt

Steinau

Vor der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Hanau hat unter Vorsitz von Richter Tobias Mackenthun der Prozess gegen einen 37-Jährigen aus Steinau wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und von Schutzbefohlenen begonnen. Die Staatsanwaltschaft Hanau wirft dem Steinauer vor, im Zeitraum vom 31. Juli 2019 bis 27. April dieses Jahres in 109 Fällen seine Tochter in sexueller Absicht angefasst zu haben. Die heute 18-Jährige war seinerzeit zwecks Wahrnehmung von Umgangskontakten bei ihm zu Besuch. Sie war zu den angeklagten Taten im Alter zwischen 12 und 17 Jahren,

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Zum Prozess wurde der Angeklagte aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Die Verlesung der Anklage fand noch öffentlich statt. Anschließend wurde die Öffentlichkeit auf Antrag von dem Prozess ausgeschlossen. Wie die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage mitteilte, ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger erklären, sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu den Taten äußern zu wollen. Lediglich seine persönlichen Daten bestätigte er.

Anschließend begann die intensive Vernehmung des mutmaßlichen Opfers, die im Main-Kinzig-Kreis wohnt. Diese zog sich über mehrere Stunden bis in den Nachmittag hinein – und ist auch noch nicht beendet. Sie wird am nächsten Verhandlungstag am 18. November fortgesetzt.

Insgesamt sind in der Sache fünf Verhandlungstage bis Anfang Dezember geplant. Dabei sollen noch die Mutter und der Stiefvater sowie Freundinnen des mutmaßlichen Opfers sowie vernehmende Polizeibeamte als Zeugen gehört werden. ls


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