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Sa, Apr
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Die erste Steinauer Märchenkönigin Laura I.
Neujahrsempfang des Museum Brüder Grimm-Haus (von links): Museumsleiterin Stefanie Dallmann, Landrat Thorsten Stolz, Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße Bernd Schäfer, Bürgermeister von Schlüchtern Matthias Möller, Märchenkönigin Laura I., Bürgermeister von Steinau Christian Zimmermann und Preisträgerin Aline Müller.
Weinköniginnen, Laternenköniginnen und Brunnenköniginnen… all diese Hoheiten sind im Dienst ihrer Stadt, ihrer Region oder ihres landwirtschaftlichen Produkts unterwegs.
Da kommen im Jahr einige Termine zusammen – in der eigenen Region, aber auch in ganz Hessen. Auf städtischen Veranstaltungen, Firmenjubiläen und Vereinsfesten, in Kindergärten, Grundschulen und Altenheimen, auf Messen und Empfängen. Alles ehrenamtlich aus Liebe zur Heimat und Leidenschaft für die Sache.
Seit letztem Jahr gehört nun auch die Steinauer Märchenkönigin zum Kreis der Hessischen Hoheiten. Vom Märchensonntag, über die Reichelsheimer Märchentage und dem 50jährigen Jubiläum der Deutschen Märchenstraße, bis hin zum Empfang durch den hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein in Wiesbaden repräsentiert seit dem 22. Juni 2025 Laura I. als strahlende Märchenkönigin die Stadt Steinau an der Straße. Die 22jährige Verwaltungsfachangestellte in Ausbildung ist tief mit der Brüder-Grimm-Stadt verwurzelt. Seit sieben Generationen ist ihre Familie in Steinau ansässig und so liegen ihr Stadt und Region im Blut. Die erste Amtsträgerin einer neuen Tradition zu sein, ist dabei ein ganz besonderes Abenteuer. Doch wie kam es zur Krönung einer Märchenkönigin?
Im vergangenen Jahr feierte Steinau ein Jahr der märchenhaften Jubiläen: Die am 11. April 1975 in Steinau an der Straße gegründete Deutsche Märchenstraße feierte ihren 50. Geburtstag. Die Steinauer Gästeführer – die auch als Märchenfiguren Besucher durch Steinau führen – feierten ihr 40jähriges Bestehen und schließlich wurde der Märchenbrunnen auf dem Kumpen vor dem Rathaus 40 Jahre alt. Wie könnte man diese Anlässe würdiger feiern als mit der Begründung einer neuen Tradition? Aus diesem Gedanken heraus wurde das Amt der Steinauer Märchenkönigin geschaffen. So wurde die deutschlandweit erste Märchenkönigin in Steinau gekrönt. Denn lassen gerade entlang der Deutschen Märchenstraße zahlreiche Majestäten und Figuren einzelne Märchen der Brüder Grimm lebendig werden, so verkörpert die Steinauer Märchenkönigin keine einzelne Erzählung. Sie steht vielmehr für das Vermächtnis von Jakob und Wilhelm Grimm und für die Welt der Märchen, die noch heute Menschen über Generationen und Länder hinweg verbinden.
„Unsere Heimat lebt von Menschen, die sich mit Herzblut für Tradition und Kultur einsetzen. Die Hessischen Hoheiten bewahren unser kulturelles Erbe und stärken den Zusammenhalt. Sie tragen die Liebe zur hessischen Heimat über Generationen weiter“, bekräftigt Boris Rhein anlässlich des Empfangs der Hessischen Hoheiten im Schloss Biebrich.
Neujahrsempfang des Museum Brüder Grimm-Haus (von links): Museumsleiterin Stefanie Dallmann, Landrat Thorsten Stolz, Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße Bernd Schäfer, Bürgermeister von Schlüchtern Matthias Möller, Märchenkönigin Laura I., Bürgermeister von Steinau Christian Zimmermann und Preisträgerin Aline Müller.