Bereits zum zwölften Mal findet das "Steinauer Wochenende zum ,Welttag des Buches'" statt.
Dabei handelt es sich um eine konzertierte Aktion der Brüder-Grimm-Stadt Steinau a. d. Str. und der "Kinzigtal Nachrichten" ("Heimatzeitung für Kinzigtal, Spessart und Vogelsberg") unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Malte Jörg Uffeln. Kulturschaffende der Region wie Michael Brand, Ingrid Ganß, Lutz Jahr, Burkhard Kling, Marion Klingelhöfer, Sarah Stein, Mariéle Syllwasschy, Birgit und Wencke Wiest sowie die Familie Magersuppe hat der Germanist Wolfgang Bindrim wieder als Hauptinitiator für zwei Leseabende gewonnen. Der Eintritt ist frei, Spenden werden diesmal zugunsten des Brüder-Grimm-Hauses Steinau a. d. Str. erbeten.
Der erste Leseabend, zu dem am Freitag, 22. April 2016, eingeladen wird, steht unter dem Thema "Ein Abend mit den Brüdern Grimm (ohne Märchen)", der zweite Leseabend, der am Samstag, 23. April 2016, organisiert wird, unter dem Thema "Ein Märchen-Abend (ohne die Brüder Grimm)". Beide Leseabende finden jeweils um 19.30 Uhr im Marionettentheater "Die Holzköppe", Am Kumpen 4 (gegenüber Rathaus), in Steinau a. d. Str. statt. Platzreservierung ist unter Telefon 0 66 63 / 2 45 oder unter E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ratsam.
Bekannt sind die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, die in Hanau geboren wurden und in Steinau a. d. Str. ihre Kindheit verbrachten, vor allem als Sammler der mittlerweile weltberühmten "Kinder- und Hausmärchen", die mit Stoffen und Motiven in die nationalen Erzähltraditionen Europas weit zurückreichen. Daneben sammelten die Brüder Grimm, die als Bibliothekare in Kassel arbeiteten, aber auch "Deutsche Sagen" und "Volkslieder". Ihre weniger bekannte Tätigkeit als Germanisten umfasst Arbeiten über die deutsche Sprache und die mittelalterliche deutsche Literatur, über Runen, Heldensage und Mythologie, über Rechtsaltertümer und Weistümer und gipfelt in der Herausgabe der ersten Bände eines "Deutschen Wörterbuches". Die Brüder Grimm gehörten 1837 zu den sieben Göttinger Professoren, die gegen den Verfassungsbruch des Königs Ernst August von Hannover protestierten. Jacob Grimm stand im diplomatischen Dienst, engagierte sich politisch und war 1848 Abgeordneter in der Paulskirche in Frankfurt a. M.
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