Verpasst Wächtersbach die Zeichen der Zeit?

Wächtersbach
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Bereits am 21.04.2019 hat die CDU-Stadtverordnetenfraktion beantragt, Wächtersbach möge sich beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat als Smart City bewerben.

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Aufgrund des zugegebenermaßen kurzen Zeitraumes von der Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung am 09.05.2019, bis zum Bewerbungsschluss der ersten Staffel am 17.05.2019 wurde die Beschlussvorlage der CDU-Stadtverordnetenfraktion dahingehend ergänzt, dass der Magistrat beauftragt wurde, sich bei einer der nächsten drei Staffeln als Smart City zu bewerben. Vor Antragstellung beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sollte der Haupt- und Finanzausschuss das Thema nochmals erörtern. Seitdem ist es ruhig geworden um diesen Antrag.

„Es fällt mir schwer zu glauben, dass sich der Magistrat seit nunmehr über 1 ½ Jahren nicht mehr mit der Digitalisierung auseinandergesetzt haben mag“, so der CDU-Stadtverordnete Michael Creß, der den Antrag seinerzeit einbrachte. „Der Bürgermeister hat seitdem mehrfach davon berichtet, welche Anstrengungen die Stadt auf diesem Themenfeld unternimmt und zu welchen sie aufgrund der Vorgaben des Online-Zugangsgesetzes ohnehin gezwungen ist“, so die Wahrnehmung des CDU-Stadtverordneten. „Aber ganz ehrlich: das geht mir einfach nicht schnell und nicht weit genug“, führt Creß weiter aus. „Ein Musterbeispiel dafür, wie einfach es sein kann, ist das Sitzungsmanagement der Gremien. Während man anderenorts sämtliche Einladungen und Sitzungsunterlagen in digitaler Form erhält, leisten wir es uns auch im Jahre 2020 noch, bergeweise Papier für die Sitzungen der Stadtverordneten zu verschicken“, zeigt Michael Creß den offensichtlichen Handlungsbedarf auf.

Digitalisierung geht jedoch deutlich weiter als das, was verwaltungsintern abläuft. „Als Smart City hätte Wächtersbach eine Vorreiterrolle im Main-Kinzig-Kreis einnehmen können“, ergänzt die CDU-Fraktionsvorsitzende Carola Gärtner. „Als wir unseren Antrag im Frühjahr 2019 gestellt haben, hat noch niemand an Corona gedacht. Seitdem hat sich die Welt dramatisch geändert und Corona hat wie ein Brandbeschleuniger für die Digitalisierung gewirkt“, so Carola Gärtner. „Zwischenzeitlich ist es ein entscheidender Standortfaktor für eine Kommune, wie gut diese sich auf die Digitalisierung vorbereitet hat“, ergänzt der CDU-Stadtverordnete Michael Creß. „Wie mehrfach zu hören war, hat der Main-Kinzig-Kreis beispielsweise mehrere tausend Tablets für die Nutzung der Schülerinnen und Schüler im Main-Kinzig-Kreis beschafft, um den Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht zu ermöglichen. Aber wie sieht es konkret vor Ort in Wächtersbach aus? Welche Bandbreiten kommen in den Haushalten der Bürgerinnen und Bürger an? Was ist der nächste Schritt? Ich persönlich bin überzeugt davon, dass eine breitbandige Anbindung aller Haushalte kommen muss und kommen wird, aber sind wir darauf vorbereitet? Und wäre es nicht eine große Chance, als Smart City Pionier im Main-Kinzig-Kreis zu sein?“, fragt sich Creß.

„Wächtersbach verfügt mit seinem Bahnanschluss, seiner Lage an der B 276 und mit einer eigenen Autobahnabfahrt über eine sehr gute Infrastruktur. Breitband, die Verfügbarkeit von WLAN-Netzen und anderes mehr ist jedoch die Infrastruktur der Zukunft und hier wollen wir für Wächtersbach noch viel bewegen“, so der CDU-Vorsitzende Andreas Götzl. „Wir wollen deshalb vom Magistrat zunächst wissen, was seit unserem Antrag im April 2019 alles passiert ist, um daraus weitere Handlungsnotwendigkeiten ableiten zu können. Der Zug der Digitalisierung fährt bereits mit Höchstgeschwindigkeit und wir wollen mit unserem schönen Städtchen nicht im sprichwörtlichen Sinne dem fahrenden Zug hinterherschauen, sondern aufspringen und Wächtersbach nach vorne bringen“, so Creß, Gärtner und Götzl unisono für die CDU.

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