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Knapp 200 Maßnahmen sind im Radplan 2022 festgehalten, die laut der neuen überparteilichen Arbeitsgruppe, dem „Wächtersbacher Radlertreff“, umgesetzt werden sollten, damit das Radfahren in Wächtersbach und auf den Dörfern in den Tälern und auf der Spielberger Platte sicherer wird. Darunter befinden sich kleinere und größere sehr konkrete Maßnahmen: Die Spannweite reicht vom Aufstellen eines neuen Spiegels über Sanierungen un Bodenmarkierungen bis hin zum Vorschlag zu einer neuen Radverbindung mitten in Wächtersbach. Ob mit den Kindern zur Eisdiele am Lindenplatz, mit den Mountainbikes durch de Büdinger Wald, eine kleine Runde in de Kinzigaue oder mit dem Fahrradbus in de Vogelsberg und bergab wieder nach Hause: Für die meisten Wächtersbacherinnen und Wächtersbacher ist Radfahren eine immer beliebter werdende Freizeitbeschäftigung. „Dabei könnte mehr gehen“, ist sich Martina Mühlstädt, die Initiatorin des Wächtersbacher Radlertreffs, sicher.

Der Radlertreff ist eine im Frühjahr 2021 neugegründete Arbeitsgruppe engagierter Wächtersbacherinnen und Wächtersbacher, die sich für bessere Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer hier auf dem Land, den Dörfern und in der Kleinstadt Wächtersbach einsetzen möchte. Darunter befinden sich auch die Stadtverordneten Martina Mühlstädt (Grüne), Lars Grillwitzer (Freie Wächter) und Simon Lach (SPD).

„Ziel ist es, die Radinfrastruktur bis 2030 flächendeckend, lückenlos und sicher auszubauen und zu sanieren, um potentielle Konflikte zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern zu entschärfen. Wir spielen die einzelnen Verkehrsträger nicht gegeneinander aus, sondern wollen es möglichst vielen ermöglichen, auch mit dem Rad sicher und schnell von A nach B zu kommen“, fasst Mühlstädt das gemeinsame Ziel zusammen. „Klar ist, dass nicht alle Strecken für das Rad geeignet sind. Es geht darum, die Großzahl der kurzen Alltagsstrecken unter fünf Kilometer attraktiver für alle zu gestalten.“ erläutert Mühlstädt weiter. „Wir kennen die verschiedenen Perspektiven aus Sicht der einzelnen Verkehrsteilnehmer, denn wir selbst sind Autofahrer, Fußgänger, genauso wie Bus- und Bahnfahrer. Und klar, natürlich auch Radfahrer. Menschen, die einfach sicher, schnell, nachhaltig und günstig an ihr Ziel kommen wollen‘‘, ergänzt Simon Lach.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sehen einen wesentlichen Baustein für eine nachhaltige, flexible und kostengünstige Mobilität im Ausbau der Radinfrastruktur, was sie dazu bewegte, sich in der AG zu engagieren und ein eigenes Maßnahmenprogramm zu erarbeiten. Sie fahren auch privat sehr viele Strecken mit dem Rad und kennen daher viele der Schwachstellen an den bestehenden Radverbindungen, zu denen sie jetzt Lösungsvorschläge machen. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sind ca. zwei Drittel der Autofahrer in Deutschland, in großen wie auch und kleineren Kommunen nämlich bereit, häufiger Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Knackpunkt ist dabei eine bessere Infrastruktur, die mehr als die Hälfte der repräsentativ befragten Haushalte für einen häufigeren Umstieg einfordert.

„Mit dem Wächtersbacher Radplan 2022 legen wir das erste Maßnahmenprogramm vor, das ehrenamtlich von den Radfahrern hier vor Ort innerhalb eines knappen Jahres, in sechs strukturierten Befahrungen, unterstützt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) Main-Kinzig durch Rainer Gerst, jeder Menge Alltagskilometern und unzähligen Stunden Arbeit erstellt wurde. ‘‘ erklärt Lars Grillwitzer. Er lädt Interessierte dazu ein, die neue Website des Wächtersbacher Radlertreffs unter www.radlertreffwbach.wordpress.com zu besuchen, auf der man sich den Radplan 2022 mit allen Maßnahmen und zusätzlichem Kartenmaterial herunterladen und ansehen kann. Für Rückfragen, Lob und konstruktive Kritik sind die Mitglieder des Radlertreffs offen und haben daher die Möglichkeit eingerichtet, sie auch per Mail direkt kontaktieren zu können.

In den letzten anderthalb Jahren ist im Mobilitätsbereich einiges ins Rollen gekommen: Der Main-Kinzig-Kreis führte eine Online-Bürgerbeteiligung zur Erstellung eines kreisweiten Radverkehrskonzeptes durch, welches für Anfang 2022 angekündigt ist, Bürgermeister Weiher stellte seine Vision für eine ,,Mobiles Wächtersbach 2030‘‘ vor, die Funktion des Wächtersbacher Bahnhofs als Mobilitätsdrehscheibe soll ausgeweitet werden, Radverbindungen auf der Platte und zwischen Aufenau und Salmünster sind in Planung und der sog. Nahmobilitätscheck des Landes Hessen kommt. „Warum jetzt also noch der Wächtersbacher Radlertreff, könnte man sich fragen“, merkt Grillwitzer an und antwortet direkt: „Ganz einfach: Wir wollen sicherstellen, dass die Anliegen der Radfahrer vor Ort beachtet werden, als Ansprechpartner langfristig zur Verfügung stehen und im Stadtparlament die Umsetzung der Maßnahmen forcieren.“ Und weiter: ,,Aus diesem Grund werden wir im nächsten Schritt den Magistrat der Stadt Wächtersbach und Bürgermeister Weiher kontaktieren und um einen Gesprächstermin bitten, an dem wir mit den Magistratsmitgliedern unser Maßnahmenprogramm besprechen wollen.“


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