Symbolischer Spatenstich am Bahnhof Wächtersbach

Wächtersbach

Mit einer kleinen Feierstunde wurde jetzt der II.Bauabschnitt vorgestellt, die Arbeiten auf dem Bahnsteig 2/3.

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Stadt Schlüchtern

Alle Redner waren sich einig: der wichtigste Bauabschnitt ist jetzt in der Umsetzung. Die Arbeiten sind bereits in vollem Gange am Gleis 2 und 3. Der Bahnsteig wird angehoben und zwischen der Unterführung und dem Bahnsteig wird ein Aufzug eingebaut. Wenn diese Baumaßnahme fertig ist, dann ist der Wächtersbacher Bahnhof barrierefrei zu nutzen. Um den II.Bauabschnitt der Öffentlichkeit vorzustellen, waren zahlreiche Vertreter aus den verschiedenen Bereichen des Bahnkonzerns, der Politik, Wirtschaft und der Stadt zusammen gekommen.

Rund um die schon fertige Rotunde (seinerzeit Bauabschnitt I) war im Laufe der letzten Monate die Freifläche mit dem Unterstand und den Boxen für Fahrräder und Motorräder sowie der behindertengerechten Toilettenanlage (seinerzeit Bauabschnitt III) fertig gestellt worden. Darauf ging Erster Stadtrat Andreas Weiher, der Moderator der kleinen Feierstunde, ein, nachdem er die Gäste begrüßt hatte. Als „Lokomotive der gesamten Baumaßnahmen rund um und am Bahnhof Wächtersbach“ bezeichnete er Bürgermeister Rainer Krätschmer und bat ihn als Gastredner um seine Grußworte. Dies nahm Bürgermeister Krätschmer lustig auf und erklärte, dass er noch nicht als Gastredner fungieren könne, denn noch würde er als Bürgermeister bezahlt. Er gab ein großes Lob an die Bahn AG und deren Repräsentantin Frau Susanne Kosinsky und ihr Team weiter. Stets sei eine gute Zusammenarbeit gewährleistet. Seit Frau K. die kompetente Ansprechpartnerin sei „läuft der Laden“ und die Zusammenarbeit mache Spaß, ebenso mit dem Team des RMV – er danke dafür herzlich.

Dr. André Kavai, Erster Kreisbeigeordneter erinnerte in seiner Rede daran, dass die Projektsumme 7 Mio Euro betrage, davon habe die Stadt Wächtersbach immerhin 500 T Euro gebracht, eine enorme Anstrengung der Stadt. Der Bahnhof stehe für Wachstum, für die Zukunftssicherung und die Strukturverbesserung der gesamten Region. Wächtersbach habe eine Zentrumsfunktion. Das Engagement von Bürgermeister Krätschmer, über ein ganzes Jahrzehnt für die Verbesserungen am Wächtersbacher Bahnhof zu kämpfen, war wichtig und erfolgreich, dank seiner Unnachgiebigkeit brachte es den gewünschten Erfolg.

Susanne Kosinsky, Leiterin Regionalbereich Mitte des Konzernbereichs DB Station & Service AG, bezeichnete die jetzige Baumaßnahme als den schwierigsten Bauabschnitt. „Nach der Fertigstellung der neuen Rotunde wird die Wichtigkeit der Modernisierung des Bahnhofs in Wächtersbach mit dem II.Bauabschnitt unterstrichen. Jetzt werden wir auch den Mittelbahnsteig barrierefrei erschließen, sodass unsere Kunden auch von dort in die Züge bequem ein- und aussteigen können“ Der Bahnsteig werde auf 76cm angehoben und das erfolge unter ständigem Bahnbetrieb. Auch sie bezeichnete die Zusammenarbeit mit der Stadt als gut und dankte für das stetige Bemühen um gute gemeinsame Lösungsfindungen.

Thomas Busch, Geschäftsbereichsleiter Verkehrs- und Mobilitätsplanung RMV dankte der Stadt und Bürgermeister Krätschmer für ihr Engagement bei dem Bau des Vorplatzes und der Boxen, die Gestaltung sei vorbildlich. Die gesamten Maßnahmen – Rotunde, Aufzug, Bahnsteigerhöhung kämen nicht nur Behinderten zugute, sondern auch einem breiten Personenkreis mit Mobilitätseinschränkungen wie Familien mit Kinderwagen und Radtouristen, die beispielsweise von Wächtersbach auf den Südbahnradweg gehen wollten. „Für die täglich über 5.000 Reisenden in Wächtersbach haben wir heute mit dem Beginn des zweiten Bauabschnitts den entscheidenden Schritt zur Barrierefreiheit des Bahnhofs gemacht. Der bequeme Zugang zu den Abfahrtsgleisen ist nicht nur für Rollstuhlfahrer oder ältere Menschen wichtig, sondern erleichtert auch die Mitnahme von Fahrrädern. Damit machen wir die Kinzigtalbahn Richtung Fulda und Frankfurt für noch mehr Menschen attraktiv“.

Foto: Nach der offiziellen Feierstunde ging es gemeinsam zur Baustelle – dort vor Ort auf Bahnsteig 2/3 machten sich die Ehrengäste ein Bild von den Arbeiten.


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