Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher (SPD) möchte für die Stadtpolizei eine dritte Stelle schaffen.
Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher (SPD) möchte für die Stadtpolizei eine dritte Stelle schaffen.
Eine entsprechende Vorlage wird dem Magistrat vorgelegt. „Bei den zunehmenden Aufgaben für die Stadtpolizei ist nicht nur ein Ersatz für ausscheidende Kollegen, sondern eine Personalerhöhung notwendig“, sagt Weiher: „Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf Sicherheit und darauf, dass wir im Rahmen der städtischen Zuständigkeit dieses Recht erfüllen.“
Derzeit ist die Stadtpolizei mit einer Vollzeit- sowie zwei Teilzeitkräften (27 und 13,5 Stunden) besetzt. Die 13-Stunden-Kraft geht Ende Januar in den Ruhestand, die Vollzeitkraft folgt 2027. „Wir müssen die Stadtpolizei personell stärken“, sagt Bürgermeister Weiher, der selbst 27 Jahre im aktiven Polizeidienst war: „Unsere Leute machen einen hervorragenden Job. Doch die Mehrbelastung ist deutlich zu spüren. Deshalb müssen wir aufstocken.“
Die Stadtpolizisten seien speziell im Frühjahr sehr stark an den Wochenenden bei Veranstaltungen gefordert: "Hinzu kommt die Tätigkeit aus dem Regeldienst wie beispielsweise die Auswertung der Geschwindigkeitsmessungen und die nachfolgende Sachbearbeitung der Ordnungswidrigkeiten. Zum weiteren Aufgabengebiet gehören die Parkraumüberwachung inklusive der Wartung der Parkscheinautomaten, Anordnung und Überwachung der Vielzahl von Baustellen, Betreuung der individuellen Bürgeranliegen, Ermittlungsersuchen anderer Behörden, Aufbau und Wartung der Geschwindigkeitsmesstafeln, Aufbau und Auswertung des Seitenrandmessgeräts zwecks Dokumentation von Verkehrsbelastungen an individuellen Messpunkten, die Überwachung der Naturschutzgebiete und eine enge Zusammenarbeit mit unserem Polizeiposten. Wenn eine Kraft der Stadtpolizei aus gesundheitlichen oder anderen Gründen für eine längere Zeit nicht zur Verfügung steht, würde sich das unmittelbar auswirken. Beispielsweise könnten Veranstaltungen nicht wie geplant durchgeführt werden, Beschwerden könnte man nur eingeschränkt nachgehen. Das können wir uns nicht leisten“, sagt Bürgermeister Weiher. In den benachbarten Kommunen Bad Orb, Bad Soden-Salmünster und Gelnhausen seien mindestens drei bis sechs Vollzeitkräfte bei der Stadtpolizei beschäftigt.
„Erfahrungswerte in unseren Nachbarkommunen zeigen, dass ausgeschriebene Stellen nicht oder nur schwer zu besetzen sind. Aber ich bin guter Dinge, dass wir geeignetes Personal finden“, sagt Weiher zuversichtlich.

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