Feuerwehr, Rettungskräfte und Bundespolizei begaben sich umgehend zum Einsatzort.
Schnell stellte sich heraus, dass es zu keinem Zusammenstoß mit einer Person gekommen war: Die vermeintlichen Blutspuren am Triebkopf erwiesen sich als Farbabrieb eines Rucksacks. Kurze Zeit später meldete sich ein Mann, der angab, die Gleise am Bahnhof Wächtersbach überqueren zu wollen. Er habe dabei die Geschwindigkeit des herannahenden ICE unterschätzt und sich im letzten Moment durch einen Sprung aus dem Gleisbett retten können. Er erlitt lediglich Schürfwunden am Knie.
Der ICE war mit rund 220 Reisenden besetzt. Die Einsatzmaßnahmen führten bis etwa 07:16 Uhr zu einer Sperrung der Gleise. Der Bahnverkehr konnte danach wieder aufgenommen werden. Der Betroffene gab an, auf dem Weg zur Arbeit eine Abkürzung über die Gleise genommen zu haben. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass das unerlaubte Überschreiten von Gleisanlagen lebensgefährlich ist und immer wieder zu tödlichen Unfällen führt.
Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main ermittelt nun gegen den Mann wegen des Verdachts der Vornahme einer Betriebsstörung.
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