„Am Aschermittwoch war alles vorbei“

Wächtersbach

Es waren traurige Gestalten, die sich da am Aschermittwoch im Rathaus-Innenhof zusammen gefunden hatten.

VORSPRUNG - Print ist offline!
Stadt Schlüchtern

Bürgermeister Krätschmer – nicht ohne eine gehörige Portion Schadenfreude, stellte fest, es sei an der Zeit, dass wieder Ordnung in das Rathaus und damit in die Regierung komme. Außerdem habe man sowieso heimlich im Rathaus weiter gearbeitet, auch wenn der WCV am Weiberfasching das Rathaus gestürmt und den Magistrat entmachtet hatte. Nachdem die Fahne würdevoll eingeholt und die Stadtfahne wieder gehisst war, lud Bürgermeister Krätschmer zum alljährlichen Heringsessen in die Rathauskantine ein. Dort angekommen, zogen die Carnevalisten Resümee.

Für Zugmarschall Volker Deubert sei die Vorbereitungszeit eine große Herausforderung gewesen. Einen Zug ohne Alkoholausschank von den Wagen, die TÜV-Pflicht der Zugwagen, eine neue Routenplanung für den Faschingsumzug in Wächtersbach – das alles habe zunächst bei ihm zu großen Vorbehalten geführt. Aber die Resonanz war toll, besonders bei den vielen interessanten Jugendgruppen habe man gesehen, dass Fröhlichkeit nichts mit Alkoholkonsum zu tun habe. So habe es einen fröhlichen großen Faschingsumzug bei gutem Wetter gegeben, stellte ein sichtlich stolzer Zugmarschall fest.

Werner Ach, Sitzungspräsident, beleuchtete die Karnevalssitzungen. Diese seien ein großer Erfolg gewesen und die Begeisterung beim Publikum habe sich von Termin zu Termin gesteigert. Sein besonderer Dank galt allen Helferinnen und Helfern vor und hinter der Bühne, die allesamt wieder zum Erfolg beigetragen haben. Sein Dank galt auch dem WCV-Vorsitzenden Jürgen Schneider, der wie immer für fünf geschafft und für zehn E-Mails versendet habe. Als besonders gelungen hob er aus den Veranstaltungen die Warm-up-Party heraus, die viele Jugendliche angesprochen hatte: „es war eine lustige Feier, die Meisten waren toll verkleidet, das Bürgerhaus war voll.“ Ebenso viel Resonanz fand der Faschingsumzug bei Jugendlichen. Dies sei eine Zukunftsaufgabe und wichtiges Ziel, die Jugendlichen für den WCV zu begeistern.

Bürgermeister Krätschmer dankte dem WCV für seine hervorragende Arbeit – nicht nur in der aktuellen Kampagne in 2014, sondern rückblickend auf seine Bürgermeisterzeit. Betrachte er die letzten 24 Jahre, so habe der WCV und die Faschingsaktivitäten qualitativ eine gute Entwicklung genommen. Der WCV habe mit eigenen Kräften all die Jahre hindurch ein hohes Niveau geboten. Der Zug habe im MKKreis eine zentrale Funktion. „Die Menschen kommen zum Faschingsumzug nach Wächtersbach. Dank der vielen Helfer und dem jugendlichen Nachwuchs habe der WCV eine gute Zukunft. Der WCV gehört zum gesellschaftlichen Leben der Stadt“, lobte der Bürgermeister.

Nachdem die letzte Rede geredet und der letzte Rollmopps aufgegessen war, zog die WCV-Abordnung aus dem Rathaus ab und überließ es wieder dem Bürgermeister und seiner Mannschaft. Während die Mitarbeiter ihrer gewohnten Arbeit nachgehen konnten, ging es für die WCV-ler mit Musik der Dixie Oldies zurück in das WCV-Casino, wo man am Nachmittag die Kampagne mit Musik und einem gemeinsamen Essen ausklingen ließ.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de