"Das Bürgerbegehren ist schon jetzt ein großer Erfolg" stellt Stephan Siemon, Vertrauensmann der Wächtersbacher Initiative, erfreut fest.
"Das Bürgerbegehren ist schon jetzt ein großer Erfolg" stellt Stephan Siemon, Vertrauensmann der Wächtersbacher Initiative, erfreut fest.
"In Wächtersbacher Geschäften, an Ladentheken, auf der Straße und in Wirtshäusern wird politisch diskutiert, wird das Für und Wider eines Bürgerentscheides erörtert, es werden spannende kommunalpolitische Gespräche geführt." Insoweit zeige es sich, daß hunderte Bürgerinnen und Bürger eine ähnliche Meinung vertreten wie die Initiatoren des Bürgerbegehrens: "Die Frage ist zu wichtig, um sie lediglich 21 SPD-Stadtverordneten zu überlassen."
Hintergrund: Eine Gruppe Wächtersbacher Bürgerinnen und Bürger hat sich entschlossen, ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen, dessen Ziel es ist, die Stelle des hauptamtlichen Ersten Stadtrates, die durch die Wahl von Andreas Weiher zum Bürgermeister frei werden wird, nicht wieder zu besetzen. Grund: Die Stadt muß dringend sparen – und eine Verwaltung von der Größe des Wächtersbacher Rathauses braucht keine zwei hauptamtlichen Politiker. Vertreten in der Gruppe sind parteilose Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von CDU, FDP und den Linken.
"Die lebhaften Debatten unter den Wächtersbachern zeigen: Die Diskussion ist wichtig, richtig und überfällig", sagt Siemon. Ein Wächtersbacher, der die Liste unterschrieben hat, meinte etwa: "Ich kenne den Andreas Weiher, ich mag den und habe ihn auch gewählt. Aber bei der Podiumsdiskussion hat er gesagt, er werde ohne Ersten Stadtrat zurechtkommen. Daran muß ich ihn wohl mal erinnern!"
Auch altgediente Sozialdemokraten haben sich dem Bürgerbegehren angeschlossen. "Sozusagen eine ganz, ganz große Koalition des gesunden Menschenverstandes", sagt Stephan Siemon. "Wir Wächtersbacher müssen über höhere Gebühren das städtische Defizit schultern. Da darf man auch verlangen, dass im Rathaus liebgewordene Annehmlichkeiten neu überdacht werden," so Siemon abschließend.
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