Auf Einladung der Stadt Wächtersbach waren rund 100 Vorstands- und Vereinsmitglieder aus den 109 angeschriebenen Vereinen und Verbänden in die Heinrich-Heldmann-Halle gekommen.
Auf Einladung der Stadt Wächtersbach waren rund 100 Vorstands- und Vereinsmitglieder aus den 109 angeschriebenen Vereinen und Verbänden in die Heinrich-Heldmann-Halle gekommen.
Zunächst informierte Bürgermeister Weiher über die allgemeinen Vereinsförderrichtlinien, die seit vielen Jahren bereits bestehen und zur Unterstützung der Mitglieder – insbesondere der Jugendarbeit – erfolgreich weiter geführt werden. Hierbei handelt es sich um die sogenannten „freiwilligen Leistungen“, die lt. Forderung der Hessischen Landesregierung eingestampft bzw. zurück geschraubt werden müssen. Die weitere Förderung für die Wächtersbacher Vereine sagte Bürgermeister Andreas Weiher zu, obwohl die finanzielle Situation der hessischen Städte und Gemeinden durch Auflagen der hessischen Landesregierung angespannt ist. „Die Vereine und Verbände leisten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft. Wir wollen diese Arbeit unbedingt auch in der Zukunft wie gewohnt unterstützen“. Dies gelte auch für die Nutzung der vorhandenen Gemeinschaftshäuser – „kleine Vereine könnten sich das gar nicht leisten, immer Geld für die Nutzung der Räume bei ihren Vereinsveranstaltungen und Treffen zu zahlen“, sagte BGM Weiher während seiner Präsentation. Hier zeigte er die allgemeinen Kosten aller Gemeinschaftshäuser auf, welche im Laufe des Jahres auflaufen und die von der Stadt durch allgemeine Finanzmittel getragen werden.
Der zweite Teil des Abends war der Werbung für neue Mitglieder und den damit verbundenen Möglichkeiten der Integration von ausländischen Bewohnern in die Vereinsarbeit gewidmet. Bürgermeister Weiher verwies auf die Menschen aus insgesamt 60 Nationen, die seit Jahren hier leben, aber den Anschluss bisher noch nicht in Vereine und Verbände gefunden haben. Er warb dafür, diese Bürgerinnen und Bürger als Mitglieder zu gewinnen – „ich sehe dies als Chance beiderseits, denn fast alle Vereine haben Nachwuchsprobleme“. Die Idee, bis zum Januar einen Flyer zu erstellen und eine Kontaktbörse über die Homepage zu installieren, fand große Zustimmung bei den Vereinsvertretern. Dazu sollten die interessierten Vereine ein Exposé ins Rathaus geben bzw. per Mail an den Mitarbeiter Maximilian Kröll: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden. So wolle man seitens der Stadt gerne den Vereinen helfen.
Eine weitere Sache, die dem Bürgermeister sehr am Herzen liegt, sprach er an diesem Abend an: die Kulturreise 2015; eine Veranstaltungsreihe, die von der Stadt mit großer Unterstützung des Vereins „Kleinkunstkreis Märzwind“ alljährlich durchgeführt wird. Namhafte heimische Sponsoren sichern die Gagen der Künstler und Organisationskosten der Stadt und Veranstalter ab. „Nur so konnten bisher solch interessante Angebote gemacht werden“. Nun wolle man gerne neue Veranstaltungen hinzunehmen und die Ideen der heimischen Vereine einholen, wirbt Bürgermeister Weiher bei den Gästen, sich bei der „Kulturreise 2015“ mit einzubringen. Dies könnten ein Open-Air-Konzert, ein Jazzfrühschoppen, eine Lesung, eine Veranstaltung unter dem Motto „Gaumenfreude“, Musik, Theater sein, welche durch Wächtersbacher Vereine als Veranstalter – mit finanzieller Unterstützung der Sponsoren – durchgeführt werden könnte. Auch hier bittet er die Vereine, ihre Ideen ins Rathaus zu melden.
In der abschließenden Diskussionsrunde berichteten Vereinsvorstände über ihre Aktionen der Mitgliedergewinnung aus der Vergangenheit. Teils hatten die Ideen nicht den gewünschten Erfolg gebracht, teils konnten in anderen Vereinssparten neue Mitglieder und erfreulicher Weise Jugendliche gewonnen werden. Und auch zur Beteiligung an der „Kulturreise 2015“ kamen am Veranstaltungsabend bereits interessante Ideen, die nun im Laufe der nächsten Vorbereitungsphase gemeinsam mit der Stadtverwaltung weiter entwickelt werden; beispielsweise möchte der Angler-Club Westend sein Vereinsheim zu einer Kulturveranstaltung zur Verfügung stellen und gleichzeitig als „Gaumenfreude“ frischgeräucherte Forellen anbieten. Weitere Ideen und Beteiligungsangebote werden gerne im Rathaus aufgenommen. Fragen beantwortet Herr Kröll unter Tel. 06053-80236 gerne.
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