Viva España: Spanische Gitarre erklingt im Congress Park

Musik

Mit einem spanischen Konzertabend holt die Neue Philharmonie Frankfurt bei der Congress Park Sinfonie am 7. Oktober ein paar der fehlenden Sommertage musikalisch nach.

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Der künstlerische Leiter des Orchesters, Dr. Ralph Philipp Ziegler, hat dazu unter anderem Joaquín Rodrigos weltberühmtes Gitarrenkonzert ausgesucht. Eigens dafür kommt der amerikanische Ausnahmegitarrist Marcus Wolf nach Hanau. Seine Premiere im Paul-Hindemith-Saal des CPH hat an diesem Abend der international tätige Dirigent Guido Johannes Rumstadt von der Nürnberger Staatsoper.

Joaquín Rodrigos (1901–1999) ebenso sinnliches wie feuriges „Concierto de Aranjuez“ von 1939 gilt als „spanischstes aller spanischen Gitarrenkonzerte“ und zugleich als das berühmteste Gitarrenkonzert der Musikliteratur. Schillernde, prickelnd frische schnelle Sätze versprühen Temperament und rahmen ein zutiefst schmerzliches, doch zugleich unendlich schönes Adagio. Rodrigo fühlte sich zeitlebens dem spanischen Hof verbunden. In seinem Solokonzert für Gitarre und Orchester beschreibt er die Gärten des Königlichen Palastes von Aranjuez, in dem die spanischen Könige im Frühjar zu residieren pflegten. Rodrigo war in den Gärten des Palasts oft mit seiner Verlobten und späteren Ehefrau spazieren gegangen.

Die Kastagnetten, Spaniens zweites paradigmatisches Instrument, erwachen beim spanischen Abend der Congress Park Sinfonie im philharmonischen Kontext einer großen sinfonischen Komposition in pulsierenden Rhythmen zu klingendem Leben - in den atmosphärischen Klangbilder aus dem Süden der Sinfonie Nr.1 „Nova Catalonia“ von Joan Manen, der als Meistergeiger Weltruhm erlangte. Geboren 1883 in Barcelona schrieb er kaum zwanzigjährig seine erste Sinfonie, die unter dem Titel „Nova Catalonia“ ihren Weg durch die Konzertsäle fand. Beispielsweise mit den Berliner Philharmonikern und dem Leipziger Gewandhausorchester. Der große französische Atmosphärenmaler Maurice Ravel hat mit seiner „Pavane pour une enfante defunte“ das nostalgische Bild einer kleinen, still vor sich hin tanzenden Prinzessin am spanischen Hof gezeichnet. Als Orchesterfassung 1910 veröffentlicht, durchzieht dieses kleine, feine Stück für eine tote Prinzessin ätherische Trauer, aufgetragen auf prunkender stiller Schönheit. Eingeleitet wird das Konzert mit prachtvoller Fanfarenmusik aus dem 18. Jahrhundert: Es erklingt die „Batalla Imperial“ von Juan Cabanilles, die Frank Heckel effektvoll für das große Sinfonieorchester orchestriert hat.

Marcus Wolf

Wer hierzulande David Garrett live gesehen hat, dem dürfte auch Marcus Wolf aufgefallen sein. Der gebürtige US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln ist Teil von Garretts Live-Band und hat im Programm des Geigenstars seine eigenen Momente, in denen er mit seinem Können im Rampenlicht steht. Der vielseitige Gitarrist und Komponist begeistert bei Rock und Crossover, sein Fundament aber sind Isaac Albéniz, Francesco Tárrega und Joaquín Rodrigo. Wolf studierte klassische Gitarre bei James Piorkowsky und Benjamin Verdery. Er schrieb und spielte unter anderem bereits für das Piedmont Symphony Orchestra ein viersätziges Gitarrenkonzert.

Guido Johannes Rumstadt

Erstmals zu Gast in der Reihe Congress Park Sinfonie ist der international tätige Dirigent Guido Johannes Rumstadt von der Staatsoper Nürnberg. Geboren in Heidelberg studierte Rumstadt Dirigieren in Karlsruhe, Hamburg und Salzburg. Erste Stationen als Kapellmeister führten ihn ans Staatstheater Mainz, ans Badische Staatstheater Karlsruhe sowie als 1. Kapellmeister ans Staatstheater Wiesbaden und an die Frankfurter Oper. Er gastierte an zahlreichen Opernhäusern, wie der English National Opera, der New York City Opera, der Deutschen Oper Berlin, der Oper Köln und dem Théâtre La Monnaie, Brüssel. Von 1998 bis 2004 war Guido Johannes Rumstadt Generalmusikdirektor des Theater Regensburg. Im Herbst 2009 wurde er zum Professor für Orchester und Dirigieren an die Hochschule für Musik Nürnberg berufen und übernahm im Juli 2014 die Künstlerische Leitung des Hans-Sachs-Chores Nürnberg.


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