The Cashbags gastieren in Langenselbold

Musik

Nach mehreren produktiven Jahren mit Konzerten in Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowenien, Italien, Schweiz, Frankreich und Holland freuen sich die Cashbags, neue Show-Termine für das Jahr 2017 ankündigen zu können.

The Cashbags um US-Sänger Robert Tyson sind mit unzähligen Konzerten seit 2008 Europas erfolgreichstes Johnny Cash Revival. Am Freitag, 15. Dezember, gastiert die Band ab 20 Uhr in der Klosterberghalle Langenselbold.

Das Quartett gleicht in Klang und Erscheinungsbild 1:1 seinem berühmten Vorbild in den späten 60ern und liefert mit authentischer Stimme, Westerngitarre, Telecaster, Kontrabass und Schlagzeug detailgenau alle Klassiker im Rahmen einer mitreißenden Show, angelehnt an die Originalkonzerte mit musikalischen Gästen wie 'June Carter', 'Carl Perkins' und 'The Carter Family'. Songs aus Johnny Cashs 'American Recordings' werden mit Gitarre und Piano in einem speziellen Akustikteil zelebriert. Im Programm stehen alle Johnny Cash-Klassiker von "Ring of Fire“, „I Walk the Line“ bis hin zu „Folsom Prison Blues“. Der mitreißende BOOM-CHICKA-BOOM-Sound macht allen auf Anhieb Spaß, das Publikum ist völlig aus dem Häuschen.

Hi Robert, ich nehme mal an, Dein Plattenschrank ist voll von Johnny-Cash-Alben. Was genau fasziniert Dich an Johnny Cash?
Robert Tyson: Ich mag das Rebellische an Johnny Cash. Seine Musik war nicht gerade genretypisch. Er spielte keinen Country oder Rock'n'Roll, wie ihn die Leute bis dahin kannten. Cash ließ sich in keine Schublade schieben. Er tat, was er tun musste und hat dafür größten Respekt verdient. Auf Englisch würde man sagen: "He was the man."

Hast Du eine bestimmte Lebensphase, die Dich besonders anspricht? Oder ein Album, das Dich besonders anspricht?
Robert Tyson: Die späten sechziger Jahre und somit "At San Quentin". Von allen Musikern und Prominenten damals, die über die Bedingungen in den Gefängnissen Amerikas hätten sprechen können, tat das nur einer: Johnny Cash. Und 'A Boy Named Sue' in unserem kleinen Wohnzimmer in Miami zu hören, ist eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen.

Mit den Cashbags bist Du ganz nah im Original. Wie bekommst Du genau diesen Sound von Johnny Cash hin?
Robert Tyson: Das zu sagen ist sehr nett von Dir, aber darauf sollen wirklich andere antworten.

Gibt es einen Trick, den Du den Zuschauern in Nettetal verraten willst?
Robert Tyson: Eine gute Band zu haben! Wir haben die Show im Laufe der Jahre immer weiter perfektioniert und feilen nach wie vor ständig an Details, geben uns gegenseitig immer wieder Tipps, um noch näher ans Original heran zu kommen. Am Ende ist es unser Anspruch eine Show abliefern, auf die Johnny Cash höchstpersönlich hätte stolz sein können, und dabei so natürlich und locker wie möglich zu bleiben.

Jeder Krimi, jeder Fernseh-Film, der glaubt, tiefsinnig zu sein, lässt im Hintergrund Johnny Cash „Hurt“ singen.
Robert Tyson: Das ist möglicherweise ein Thema für Trent Reznor. Auf jeden Fall, Songs wie Cashs Version von "Hurt" können direkt in unsere Emotionen schneiden. Stell Dir vor, nach einem hektischen Arbeitstag nach Hause zu fahren und "Hurt" kommt im Radio! Aggression und Wut sind sofort wie weggeblasen und werden durch Tränen und Gedanken an eine verlorene erste Liebe ersetzt. Das ist die Macht eines tollen Songs!

Wie fühlst Du Dich, wenn die Musik von Johnny Cash in dieser Weise benutzt wird?
Robert Tyson: Ich denke, du erwartest da eine bestimmte Antwort von mir. Dass ich so etwas schrecklich, billig und skandalös finde vielleicht? Dem ist aber nicht so. Sorry!

Gerade bist Du auf der Johnny-Cash 85th Birthday Tour auf Reisen. Jeden Tag in einer anderen Stadt, jeden Tag auf einer anderen Bühne. Darin steckt viel Herzblut, oder?
Robert Tyson: Absolut, aber ich genieße jede Minute. Wir haben ein tolles Team, in dem jeder spezifische Aufgaben zu erledigen hat. Wenn wir "auf Achse" sind, vor und nach den Shows, auf und hinter der Bühne und so weiter. Diese vielen Jobs delegieren sich wie von selbst an uns alle auf ganz logische und natürliche Weise. Zum Beispiel, weil ich der einzige "Nicht-Deutsche" im Bus bin, bin ich der Fahrer! Was wir tun, ist eine Menge Arbeit, aber es macht mehr Spaß als ich beschreiben kann.


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