Vielstimmiger Gesang aus geübten Männerkehlen, das eindrucksvolle Ambiente der Bergkirche Niedergründau und ein rosenduftender Frühsommerabend draußen.
Vielstimmiger Gesang aus geübten Männerkehlen, das eindrucksvolle Ambiente der Bergkirche Niedergründau und ein rosenduftender Frühsommerabend draußen.

Wie Dorothee Müller in Vertretung der Stiftung Behinderten-Werk zu Beginn des Konzerts erklärte, werden im Schwanennest in der Feuerbachstraße in Hanau Kinder und Jugendliche mit Behinderungen tage- oder wochenweise betreut, wenn die Eltern und Familien Unterstützung brauchen. Da das bestehende Schwanennest über lediglich 13 Plätze verfüge und die Nachfrage wesentlich höher sei, werde ein zweites Haus auf dem Gelände der ehemaligen Pumpstation in Hanau gebaut. Dort stünden ab Spätsommer 24 Betreuungsplätze zur Verfügung. „Da das Behinderten-Werk für die Ausstattung des Schwanennests keine öffentliche Förderung erhält, sind wir auf das Engagement von Spendern und Sponsoren angewiesen“, so Müller. Spezielle Möbel, Therapiematerial und Hilfsmittel seien sehr teuer. Sie dankte dem Chor, der Kirchengemeinde sowie dem Kulturausschuss der Bergkirche für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung des sozialen Projekts.
Raphael Trageser, der Vorsitzende von DelicaTon, stimmte die rund 160 Besucher auf den ersten Konzertteil ein: „Erfüllt von glanzvoller Begegnung“. Mit romantischen Klangfarben und lyrischen Texten erzeugten die Sänger eine träumerische Atmosphäre, in der die Töne von Liedern wie Schuberts „Abendfrieden“ und „Mondnacht“ von August Palmen zu schweben schienen. Innig und dunkel tönten „Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras“ von Bruno Stürmer und das sakrale „O Magnum Mysterium“ von Morten Lauridsen. Insgesamt malten die Sänger ein sehr ausgewogenes Klangbild, nuancierten fein und spielten bei dem leidenschaftlichen Gospel-Song „My Soul`s been anchored in the Lord“ raffiniert mit Tempo und Ausdruck.
In der Konzertpause auf dem parkähnlichen Gelände rund um die Bergkirche, wo derzeit alles grünt und blüht, genossen die Besucher kühle Getränke vom Gastro-Team „Lili Catering“ des BWMK und die sommerliche Abendstimmung. Im zweiten Teil des Konzerts brachten die Sänger mit ihren Stimmen die Sterne zum Funkeln – besonders eindrucksvoll intonierten sie das Lied „Stars“ von Erik Esenvalds. Während des Singens brachten sie in der abgedunkelten Kirche mit Wasser gefüllte Gläser zum Klingen und erzeugten so einen geradezu sphärischen Klangteppich. Das Publikum dankte es ihnen mit stehenden Ovationen und verließ erst nach einer Zugabe das Gotteshaus.
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