Vielfältige Klänge in vollbesetzter Synagoge

Musik

Bunter kann ein musikalischer Vortrag kaum sein, kurzweiliger auch nicht.

Morgenpost

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Die Musikschule Main-Kinzig bot am Mittwoch, den 21. November 2018, um 19.00 Uhr eine imposante Präsentation der unterschiedlichen Blas, Zupf- Tasten- und vor allem Schlaginstrumente in der ehemaligen Synagoge Gelnhausen.

Und genau die Schlaginstrumente, genauer gesagt die Formation DRUM‘RUM (Eigenname) unter der Leitung von Peter Jäger war es, die bereits im Vorfeld das Schülerkonzert programmatisch gestaltete. Das Ensemble aus erwachsenen fortgeschrittenen Perkussionisten, längst Publikumsmagnet in der Region, bot in einem eigenen zweiten Teil der sehr gut besuchten Musikschulvorstellung Klangexperimente und Improvisationen in einer treffenden Kommunikation mit der ganz speziellen Akustik und Atmosphäre in der Gelnhäuser Gedenkstätte. Ihre musikalischen Themen, teils aus dem Moment heraus, trugen die Titel Mosaik, Baby Song, Samba, Shuffle-Blues und zuletzt Collage, wobei das Publikum diesem bei geschlossenen Augen und dennoch akustisch aktiv folgen sollte. Sofort war die langjährige Tradition, was Aufführungs-, Proben- und Unterrichtspraxis des Ensembles anging überzeugend zu spüren.

Hierzu passten, eindrucksvoll und nahbar anmoderiert, die Klavierstücke von Constantin Angersbach und Oliver Deutsch, die sich für den Abend moderne Literatur von Jens Rupp und Norbert Ewald aussuchten ebenso, wie der gefühlvolle leise Vortrag von Linus Diener mit einem klassischen Andantino von Matteo Carcassi auf seiner Konzertgitarre. Die Klarinettenschüler Clara-Sophie Klein, Katharina Ganske und Jan Lauterbach brachten klanglich routiniert und mit Vortragfreude und -sicherheit, ebenso wie die Saxophonistin Sophie Mehrgott eine neue Klangfarbe mit einem Wechsel von solistischen und kammermusikalischen Beiträgen der eher zeitgenössischen Komponisten Jacob de Haan und Henry Mancini, aber auch Mozarts Kegelduett oder einem Stück von Valentin Rathgeber mit ein.

Das Publikum hörte Vertrautes und gleichsam Ungewohntes und belohnte, abgesehen von dem übervollen Spendentopf, den Abend noch einmal mit einem überschwänglichen Schlussablaus. Gespannt darf man die weiteren vorweihnachtlichen Angebote, Workshops, Konzerte, Theater und Unterrichtsprojekte der Musikschule erwarten.


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