Stefan Moser auf der Wilbrand Orgel der Einhardbasilika

Musik

Auf der Wilbrand-Orgel der Einhardbasilika in Seligenstadt hat schon ein erheblicher Teil der Großen der Organistenzunft gespielt.

Höfler Fenster

Stellvertretend seien nur Marie Claire Alain und Jean Guillou genannt. So nimmt es nicht Wunder, dass ihnen folgend immer wieder Koryphäen dieser Kunstgattung gerne den Ruf nach Seligenstadt annehmen. Am Samstag, 9. März 2013 um 20.00 Uhr wird dasin der Reihe der Seligenstädter Klosterkonzerte Stefan Moser sein. Der geborene Münchner kennt seine Instrumente in- und auswendig, hat er doch vor dem Studium eine Lehre als Orgelbauer absolviert und mit dem HWK-Abschluss beendet.

Von 1982 – 1988 hat er dann katholische Kirchenmusik an der Musikhochschule München studiert. Mit einem zusätzlichen Hauptfachstudium "Orgel" bis 1991 sowie mit dem Besuch von Meisterklassen für Orgel bei André Stricker und für Cembalo bei Aline Zylberajch am Conservatoire National in Straßburg ergänzte er seine Studien. Stefan Moser erhielt mehrere bedeutende Auszeichnungen, so z. B. 1985 den Bachpreis (Förderpreis) der Landeshauptstadt Wiesbaden und 1991 den 1. Preis beim "Prix Interregional" in Belfort.

Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter der „Agentur Orgelpunkt“, die sich zu einer der bedeutendsten Agenturen für Orgelmusik in Europa entwickelt hat. Allein im Münchner Gasteig veranstaltete „Orgelpunkt“ - teilweise in Zusammenarbeit mit der Gasteig München GmbH - über achtzig Konzerte. Neben seiner Tätigkeit als Organist und Chorleiter verschiedener Münchner Kirchen hat Moser auch mehrere Chöre und Gruppen für Kammermusik gegründet.

Zunehmend konzentriert er sich auf die Tätigkeit als Konzertorganist: Auftritte bei den Münchner Philharmonikern und beim Münchner Rundfunkorchester, Solokonzertreihen in St. Anna und St. Lukas ("Orgelpunkt"-Reihe) in München. Live-Orgelmusik-Auftritte zu vielen Stummfilmklassikern, wie z. B. "Nosferatu", "Metropolis" und "Panzerkreuzer Potemkin". Seine Konzerttätigkeit führte in viele Ländern Europas.

Das Programm in Seligenstadt trägt seiner Hinwendung zum Konzertorganisten Rechnung: Es beginnt mit der Dorischen Toccata BWV 538 von Johann Sebastian Bach, an dem kein Organist vorbeikommen kann und will. Das „Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“ KV 594 von Wolfgang Amadeus Mozart, ursprünglich einmal für einen Orgelautomaten gedacht, ist schon lange ein Publikumsliebling. Von Felix Mendelssohn Bartholdy folgt die Ouvertüre aus dem Sommernachtstraum op.61. Von Louis Vierne (1870-1937), dem blinden, langjährigen Titular an Notre Dame in Paris, erklingt „Naïades“ (Nymphen der griechischen Mythologie) op.55 aus den „Pièces de Fantasie“. Von besonderem Reiz wird es sein, eine Orgelfassung der „Moldau“ von Bed?ich Smetana zu hören. Und zum Schluss wird ein Wunsch vieler Cineasten erfüllt: Die berühmte Toccata von Enjott Schneider aus dem Film „Schlafes Bruder“ des Regisseurs Joseph Vilsmaier auf einer Orgel live.

Wieder ist ein nicht alltägliches Klosterkonzert zu erwarten.

Karten: € 12,- / Schüler, Studenten, Schwerbehinderte (m/w): € 8,-.

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | Telefon: 06182- 25323 | Fax: 829946

In den Buchhandlungen „Bücherwurm“ und „der buchladen“ sowie im Landschaftsmuseum im Kloster, in Hainstadt: Bücherstube Klingler und an der Abendkasse.


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