Wenn die Bertha den Willi rockt

Nidderau
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Bunt und expressiv, emotional und lyrisch, voller Vielfalt und spürbar ungebremster Spielfreude, so präsentierte sich der Musiknachwuchs der Bertha-von-Suttner-Schule bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach zweijähriger Konzertpause.

Alles, was sich bei rund 125 Schülerinnen und Schülern an musikalischer Gestaltungslust in den langen Corona-Monaten aufgestaut hatte, durfte endlich raus und versetzte das Publikum in der voll besetzten Willi-Salzmann-Halle in Begeisterung. Mit Feingefühl und Charme von Henriette Ihling und Yandel Botschner aus der 9A1 moderiert, zeigten drei verschiedene Orchester, das Chorprojekt des 7. Jahrgangs, zwei Schulbands sowie Gesangs- und Klaviersolisten, dass auch die Einschränkungen der Pandemiezeit der Musikbegeisterung keinen Schaden zufügen konnte. Nach dem Auftakt mit dem „Mickey-Mouse-March“ der Orchesterklasse 5a begrüßte Schulleiter Harald Klose nicht nur Mitwirkende und Publikum, sondern auch eine ganze Reihe Ehrengäste, darunter den Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU), Horst Körzinger mit seiner Ehefrau von der Bürgerstiftung Nidderau, Christoph Möller von der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden, die Schulelternbeiratsvorsitzende Dr. Heike Lasch, den ehemaligen Schulleiter Winfried Röhling und seine Ehefrau sowie Rolf-Dieter Baer von der Nidderauer Flüchtlingshilfe, der der Erlös des Abends zugutekommen sollte.

Für diese Unterstützung gab es im Rahmen des Konzerts gleich zu Beginn ein musikalisches Dankeschön von Polina, Arina, Leonid und Asja, die mit ihren Familien die Ukraine verlassen mussten und nun in der IKL-Klasse der „Bertha“ versuchen, schulisch wieder Fuß zu fassen. Bevor die Orchesterklasse 6a mit den Ohrwürmern „The Legend of Castle Armagh“ und „Pirates oft the Caribbean“ Gehör und Herzen ihres Publikums zum Vibrieren brachte, präsentierte das Chorprojekt des Musikprofils aus dem Jahrgang 7 mit Gesang und Percussion äußerst temperamentvolle Versionen der Songs „Colorado“ und „Dopamine. Die Schulband „The Dreambrilliants“ brillierte mit „Watermelonsugar“ und „This love“ und nahezu professioneller gesanglicher Unterstützung des Studienrats Fabian Heidlberger, der für die kurzfristig erkrankte Sängerin eingesprungen war. Mit Kate Perrys Hit „I kissed a girl“, performed von der Schulband „The Blackwhites“, und „You are the reason“, von Anna Knebel einfühlsam gesungen und am Klavier begleitet, ging es nach der Pause weiter. Einen besonderen Abschiedsgruß zum Ende ihrer Schulzeit an der „Bertha“ hatte die Klasse 10B3 vorbereitet. Vor sechs Jahren als Orchesterklasse gestartet, wollten sie ihre Musiklehrkräfte mit einem selbstkomponierten Rap überraschen.

Weil während der Abschlussfahrt jedoch das Corona-Virus zugeschlagen hatte, war nur ein Bruchteil der Klasse einsatzfähig, sodass die Lehrer den ihnen zugedachten Song selber vortragen mussten, instrumental begleitet vom verbliebenen Rest der Klasse. Nichtsdestotrotz gab es viel Applaus für den gelungenen „Bertha-Song“. Was es auf sich hat mit dem Schwerpunkt Musik an der Nidderauer Gesamtschule, zeigte schließlich auf eindrucksvolle Weise das große Schulorchester, das trotz der schwierigen Probenbedingungen eine ganze Reihe präzise einstudierter Stücke vortragen konnte. Höhepunkt und Abschluss des zweistündigen Konzertabends war der schmissige Pop-Shanty „The Wellermann“ von Nathan Evans, der das Publikum so sehr in Fahrt brachte, dass es ihn gleich noch einmal als Zugabe verlangte. Für Schulleiter Harald Klose, bereits seit zwei Jahren im Amt, war das Konzert eine Premiere, denn wegen der Pandemieauflagen kannte er die musikalischen Qualitäten seiner Schülerschaft bis dahin nur vom Hörensagen. „Ich wusste nicht, dass ihr so gut seid, ihr habt die Willi-Salzmann-Halle gerockt“, brachte er sichtbar überwältigt seine Anerkennung am Ende des Konzerts zum Ausdruck. Er dankte allen Mitwirkenden und besonders den „Machern“ im Hintergrund, Elisabeth Kretzschmar-Wegner, Susanne Riedl-Komppa, Lisa Stöbenau, Peter Ripkens, Roman Mixa, Benno Bruschke, Gaby Hohmann, dem Moderatoren-Team sowie der Technik-Crew von Fabian Heidlberger, die alle zusammen mit viel Engagement dafür gesorgt hatten, dass der musikalische Nachwuchs der Bertha-von-Suttner-Schule sich mit einem abendfüllenden und vielseitigen Programm auf die Bühne zurückmelden und die jahrzehntelange Konzerttradition der „Bertha“ wieder aufnehmen konnte. Auch für die Nidderauer Flüchtlingshilfe war es ein gelungener Abend: Rund 700 Euro sammelten sich in den Geigenkästen, die als Spendenbehälter fungierten.

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