„Auf nicht notwendige soziale Kontakte vorerst verzichten“

Offenbach

Die Stadt Offenbach bereitet sich nach dem Ausrufen des Pandemiefalls durch die Weltgesundheitsorganisation darauf vor, in den nächsten Tagen und Wochen weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben beschließen zu müssen.

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Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke teilte heute nach einer erneuten Sitzung des Verwaltungsstabs mit: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass unser Leben eine Zeitlang nicht mehr so laufen wird wie sonst. Die Ausbreitung des Virus muss verlangsamt werden. Unsere Gesellschaft hat eine Solidaritätspflicht gegenüber den älteren Menschen und Menschen, die durch Vorerkrankungen ein geschwächtes Immunsystem haben. Ich bin bereit, die Entscheidungen zu verantworten, die dafür notwendig sind. Das wird eine Herausforderung sein. Wir Offenbacherinnen und Offenbacher werden besonnen handeln, füreinander da sein und uns gegenseitig helfen. So werden wir diese Probe bestehen.“

„Wir sind wir im ständigen Austausch mit anderen Kommunen und den Ministerien des Landes Hessen. Es ist wichtig sich in der jetzigen Situation abzustimmen. Aus diesem Grund gibt es in Offenbach derzeit noch keine Schul- oder Kitaschließungen“, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß. Sie erinnerte noch einmal daran, dass eine Erkrankung für rund 90 Prozent der Bevölkerung ohne oder nur mit vergleichsweise leichten Symptomen verläuft. „Deshalb muss sich der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung nicht vor dem Virus fürchten. Wir müssen aber die älteren Menschen schützen und Menschen, die durch Vorerkrankungen ein geschwächtes Immunsystem haben.“

Schutz in Alten- und Pflegeheimen

Ältere Menschen gehören zu den gefährdeten Gruppen. „Reduzieren Sie daher den Besuch von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen auf Kontakte die unvermeidbar sind, bzw. stellen Sie ihn ganz ein. Umso wichtiger wird der telefonische Kontakt, damit die Menschen nicht vereinsamen“, so Groß. Das städtische Seniorenzentrum hat in Absprache mit der Stadt verfügt, dass Menschen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, 14 Tage lang das Seniorenzentrum als Besucher nicht betreten dürfen, auch wenn sie symptomfrei sind.

Verzicht auf Versammlungen

Der Magistrat der Stadt Offenbach hält die Offenbacherinnen und Offenbacher dazu an, in der nächsten Zeit soziale Kontakte einzuschränken: „Wir raten dringend dazu, größere Versammlungen zu meiden. Das ist in der jetzigen Situation wichtig. Damit kann Jeder einen Beitrag zum Schutz gefährdeter Menschen leisten“, so Sabine Groß. Großveranstaltungen hatte die Stadt bereits am späten Mittwochabend, 11. März, zunächst bis einschließlich Karfreitag, 10. April verboten. Seit heute existiert ein Erlass des Landes Hessen, der alle Veranstaltungen in Hessen mit mehr als 1.000 Teilnehmern untersagt. Die Stadt hat daraufhin heute eine Allgemeinverfügung erlassen, die Veranstaltern bei Bedarf ausgehändigt wird. Schon am Mittwoch hatte die Stadt Offenbach zudem angekündigt, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bereits ab 500 Personen anhand der Risikokriterien des Robert-Koch-Instituts per Einzelverfügung zu untersagen. Auch Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit unter 500 Personen können einer Risikobewertung unterzogen werden.

Kleinere Veranstaltungen besser verschieben

Kleinere private Veranstaltungen, z. B. der Senioren-Stammtisch, Treffen im Freundes- oder Familienkreis oder andere Versammlungen in geschlossenen Räumen, werden vorerst nicht verboten. Um die Risiken einer Veranstaltung einzuschätzen, gibt das Robert-Koch-Institut mehrere Hinweise. So seien besonders Veranstaltungen riskant, die mit vielen Menschen in engen Innenräumen, engem Körperkontakt, nicht ausreichenden Gelegenheiten zum Händewaschen und ohne zentrale Registrierung der Besucher stattfinden. Offenkundig erkältete Besucher und Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen in Risikogebieten waren, sollten nicht zugelassen werden. „Anhand dieser Kriterien sollte jeder überlegen, ob die geplante Zusammenkunft stattfinden sollte“, so Groß. Die Stadt empfiehlt auch Sportvereinen, ihre Termine mit externer Beteiligung (zum Beispiel Turniere) auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Räume in Schulturnhallen werden den Sportvereinen nach jetzigem Stand zwar weiterhin zur Verfügung gestellt, aber die Vereine sind aufgerufen, die Risiken für sich und ihre Mitglieder abzuwägen. Schulen hat das Stadtgesundheitsamt heute dazu geraten, auf alle Klassenfahrten bis zum Schuljahresende zu verzichten.

Behördengänge auf das Notwendige reduzieren

„Die Angebote der Stadt, etwa im Bürgerbüro, im Ausländeramt oder im Sozialamt, bei denen die Menschen auf die Stadt als Behörde angewiesen sind, halten wir aufrecht. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger aber ausdrücklich darum, auch diese Behördengänge auf das Notwendigste zu reduzieren“, so der unter anderem für das Bürgerbüro zuständige Bürgermeister Peter Freier. „Viele Angelegenheiten können telefonisch oder online erledigt werden.“ Das Rathaus und andere städtische Dienstgebäude bleiben für externe Besuchergruppen bis auf weiteres geschlossen.

Verhaltenshinweise im Zusammenhang mit Corona gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de. Die Stadt hat ein Bürgertelefon geschaltet, dass montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 840004-375 erreichbar ist. Wer sich Sorgen macht, an Corona erkrankt zu sein, sollte sich an seinen Hausarzt wenden oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117. Von dort kann eine Überweisung in eine der zentralen Untersuchungsstellen des Landes erfolgen, in denen bei begründetem Verdacht ein Test auf das Virus gemacht wird.


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