Trotz Querelen: Tauber für Bundestagswahl nominiert

Politik

Auf dieses Ergebnis hat nicht nur Dr. Peter Tauber mit Spannung gewartet: Der Generalsekretär der Bundes-CDU darf sich im nächsten Jahr wieder um das Bundestagsmandat für den Wahlkreis 175 – Main-Kinzig, Wetterau II, Schotten – bewerben, von den 133 Delegierten auf dem Kreisparteitag in Bad Soden-Salmünster am Freitagabend stimmten 112 für den Gelnhäuser, 21 aber bei der geheimen Wahl auch gegen ihn.

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Diese 84,2 Prozent Zustimmung sind ein gutes, aber kein sehr gutes Ergebnis, „wir können das besser“, sagte der 42-Jährige mehrfach hinsichtlich des christdemokratischen Machtanspruchs gegenüber den anderen Parteien in Deutschland. Und in diesem Fall gilt das auch für ihn, bei der Nominierung vor vier Jahren hatte er immerhin noch 88,7 Prozent erhalten.

Seine Kritiker blieben im Spessart-Forum wie erwartet stumm, die Mobbing- und Sexismus-Debatten seit Mitte September waren demzufolge auch kein Thema. Nur einer der ersten Sätze von Tauber deutete daraufhin, er sprach von einer Zeit „mit viel Zuspruch und turbulenten Wochen“, die hinter ihm liege. Für seine erneute Wahl hatte er sich mit der hessischen Europaministerin Lucia Puttrich eine prominente Fürsprecherin eingeladen und auch die übrigen Redner wussten ausschließlich positives über seine Arbeit zu berichten. Die CDU-Landratskandidatin Srita Heide sprach von einem bodenständigen und extrem aktiven Begleiter, der sich wöchentlich bei ihr erkundige, wie er sie unterstützen könne. Und dass die Gründauerin Helga Petzold aus dem Vorstand der Frauen Union das Wort ergriff, darf wohl als Zeichen an die ehemaligen Christdemokratinnen gewertet werden, die zuvor diesen Frauenverband geführt und Tauber besonders scharf kritisiert hatten.

Es dauerte dann auch nicht lange, bis Tauber selbst das Lob an die aktiven Frauen in der CDU zurückgab, ansonsten spannte er in seiner Rede den großen Bogen über Deutschland und letztlich das gesamte Weltgeschehen. Lautstarken Applaus gab es dann erstmals bei seiner Absage an eine Zusammenarbeit mit der AfD, auch seine Spitzen gegen Vize-Kanzler Sigmar Gabriel von Koalitionspartner SPD sorgte für zufriedenes Nicken unter den Delegierten. „Der ewige Brummkreisel der Republik, jeden Tag eine neue Pirouette und man weiß nicht, wann er umfällt“, hatte er sich diesmal zurechtgelegt.

Auch die Liebeserklärung an seine Heimat durfte nicht fehlen: „Ich bin lieber hier als in Berlin, aber da ist nun mal mein Arbeitsplatz“, blieben die großen Zielvorgaben für die nächste Legislaturperiode allerdings aus. Die barrierefreie Sanierung des Gelnhäuser Bahnhofes will er erleben, auch den Spatenstich für die Ortsumgehung Altenstadt und Fortschritte bei der Erhaltung der historischen Altstadt von Büdingen. Für ein stabiles, starkes und verlässliches Deutschland versprach er seine Arbeitskraft, „zusammen mit der CSU und hoffentlich an der Seite von Angela Merkel“, mangelte es in seiner Rede auch nicht an Lob für die Bundeskanzlerin, deren erneute Kandidatur er sich natürlich auch wünscht. Das Motto für den Wahlkampf: Nicht nur wieder stärkste Partei werden, sondern auch ein Rot-Rot-Grünes Bündnis im Bundestag verhindern.

Nur einmal gab es Widerspruch aus dem Plenum: Tauber kündigte an, dass Christian Litzinger bei der Wahl 2018 zum Bürgermeister von Gelnhausen gewählt werde. Doch die vermeintlich falsche Jahreszahl konnte er sofort mit einer Spitze gegen den SPD-Landratskandidaten und derzeitigen Gelnhäuser Rathauschef erklären: „Der verliert zweimal der Thorsten Stolz, erst im nächsten Jahr gegen Srita Heide und dann gegen Christian Litzinger.“ Zwischendrin will Tauber bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 selbst erfolgreich sein.


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