Jusos und Grüne Jugend aus dem Main-Kinzig-Kreis äußern sich in der Pressemitteilung "Besorgniserrende Entwicklungen in der Türkei" über die dortige aktuelle Entwicklung.
Jusos und Grüne Jugend aus dem Main-Kinzig-Kreis äußern sich in der Pressemitteilung "Besorgniserrende Entwicklungen in der Türkei" über die dortige aktuelle Entwicklung.
"Am 31. Oktober hat die türkische Regierung um Recep Tayyip Erdoğan zum Schlag gegen die letzte frei berichtende Zeitung Cumhuriyet und damit erneut gegen die Meinungsfreiheit ausgeholt. Journalist*innen, Karikaturist*innen und sogar Buchhalter*innen wurden festgenommen. Ihnen wird juristischer Beistand untersagt. Daneben werden Rufe nach der Todesstrafe durch Erdoğan laut. Gestern Nacht kam es nun zu einer zweiten Welle. Abgeordnete der HDP, darunter auch die Vorsitzenden Figen Yüksekdağ und Selahattin Demirtaş, wurden festgenommen. Seit dem Putschversuch ist die Türkei in einer schwierigen Phase. Verhaftungen, Pressezensur und Verbote gehören zum Alltag. Es werden Menschenrechte verletzt und Kritik gegenüber der AK Parti-Regierung wird nicht geduldet", heißt es in der Pressemitteilung.
Und weiter: "Das schwammige Antiterrorgesetz wird missbraucht, um sämtliche oppositionelle Stimmen mundtot zu machen. Mit fadenscheinigen Begründungen werden Mitgliedschaft in Terrororganisationen oder Teilhabe am Putschversuch unterstellt. Die Grüne Jugend MKK und Jusos MKK verurteilen die Verhaftungen der Abgeordneten und auch das Vorgehen gegenüber regierungskritischen Zeitungen. Die Verhaftungen werden die Probleme in der Türkei nicht lösen, sondern die Lage in der Türkei weiter verschärfen; Bürgerkrieg und Diktatur sind nur einen Steinwurf entfernt. Wir stehen zu den Demokrat*innen in der Türkei und erwarten von der Bundesregierung eine scharfe Reaktion gegen ein solches antidemokratisches Verhalten der AKP-Regierung in der Türkei."
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