Die Chancen für zwei neue Pflegestützpunkte im Main-Kinzig-Kreis stehen gut.
Die Chancen für zwei neue Pflegestützpunkte im Main-Kinzig-Kreis stehen gut.
Der Bund schafft derzeit die rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass die Landkreise selbst entscheiden können, ob sie aufgrund ihrer Größe und Bevölkerungsstruktur zusätzliche Pflegestützpunkte einrichten wollen. Bisher war die Anzahl der Pflegestützpunkte pro Landkreis auf einen beschränkt. Im Rahmen des neuen Pflegestärkungsgesetzes sollen dafür die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Dies hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller jetzt in einem Gespräch mit Landratskandidat Thorsten Stolz und der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler erläutert. Susanne Simmler und Thorsten Stolz haben sich in der Vergangenheit für zusätzliche Pflegestützpunkte im Main-Kinzig-Kreis, neben dem bisherigen Standort Gelnhausen, ausgesprochen. "Über die Neuigkeiten von Bettina Müller aus Berlin sind wir sehr glücklich, denn damit wird die Grundlage für weitere notwendige Pflegestützpunkte im Main-Kinzig-Kreis geschaffen", so Thorsten Stolz und Susanne Simmler in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Landratskandidat Thorsten Stolz hatte bereits vor einigen Wochen den konkreten Vorschlag unterbreitet, dass neben dem Pflegestützpunkt in Gelnhausen je ein zusätzlicher Standort für den Bereich Hanau sowie den Bergwinkel eingerichtet werden soll. "Sollte ich im nächsten Jahr zum Landrat des Main-Kinzig-Kreises gewählt werden, so werde ich dies in Zusammenarbeit mit Susanne Simmler als zuständige Dezernentin umsetzen", kündigt Thorsten Stolz im Hinblick auf die anstehende neue gesetzliche Regelung hin an. Der Landratskandidat begrüßt die aktuelle Entwicklung sehr, zumal die Schaffung von zwei zusätzlichen Pflegestützpunkten Teil seines Arbeitsprogramms zur Landratswahl ist. "Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass wir deutlich „dickere Bretter bohren“ müssen, um die bisherige Regelung aufzuweichen. Dass es jetzt bundepolitische Unterstützung aus Berlin gibt, das hilft uns sehr“, so Thorsten Stolz weiter.
Susanne Simmler und Thorsten Stolz machen deutlich, dass ein Pflegestützpunkt im einwohnerstärksten hessischen Landkreis mit insgesamt 29 Städten und Gemeinden nicht ausreiche. Um kurze Wege zu ermöglichen, setzen die beiden auf die Einrichtung von zwei weiteren Pflegestützpunkten: einen im Westteil und einen im Ostteil des Kreisgebietes. Dadurch wollen sie Anlauf- und Beratungsstellen für die Bürgerinnen und Bürger im Bereich Stadt und Raum Hanau sowie im Bergwinkel schaffen. Pflegestützpunkte sind Beratungsstellen für Menschen mit pflegerischem Hilfebedarf und für Bürgerinnen und Bürger, die Betreuung und Pflege für Angehörige organisieren wollen. Pflegestützpunkte bieten Hilfesuchenden Beratung und Unterstützung. Sie vermitteln und koordinieren pflegerische, medizinische und soziale Hilfs- und Unterstützungsangebote.
„Der Anteil älterer Menschen steigt auch in unserem Kreis überproportional an – darauf müssen wir uns intensiv vorbereiten“, betonen Thorsten Stolz und Susanne Simmler. Es sei eine wichtige Aufgabe der Politik, den Lebensabschnitt Pflege würdevoll, entlastend und nachhaltig finanzierbar zu gestalten. Die Schaffung zweier zusätzlicher Pflegestützpunkte für den Main-Kinzig-Kreis sei in diesem Zusammenhang ein weiterer wichtiger Baustein, um den Main-Kinzig-Kreis für die Herausforderung des demographischen Wandels zukunftsfähig zu machen.
Foto: Die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller (rechts) informiert Landratskandidat Thorsten Stolz (links) und die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (Mitte) über das neue Pflegestärkungsgesetz, mit dem die rechtlichen Voraussetzungen für zusätzliche Pflegestützpunkte im Main-Kinzig-Kreis geschaffen werden. Thorsten Stolz und Susanne Simmler wollen diese im Bereich Hanau und im Bergwinkel einrichten.
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