Landratswahl: AfD will im ersten Wahlgang siegen

Politik

AfD-Kandidat Walter Wissenbach spekuliert darauf, bei der Landratswahl am 5. März bereits aus dem ersten Wahlgang als Sieger hervorzugehen. Das erklärte er am Sonntag auf einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadthalle Gelnhausen, zu der er sich mit Albrecht Glaser, AfD-Kandidat für die Wahl des Bundespräsidenten, und Guido Reil, Vorzeige-AfD-Sprecher aus dem Ruhrgebiet und bekannt von zahlreichen Fernsehauftritten, prominente Unterstützung holte. Nachdem bislang alle Veranstaltungen der „Alternative für Deutschland“ von Protesten begleitet waren, blieb es diesmal übrigens ruhig. Vor Veranstaltungsbeginn lief zwar ein Polizist das Areal um die Stadthalle ab und drinnen stand ein Sicherheitsdienst bereit, zu Zwischenfällen kam es allerdings nicht.

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Wissensbach Rechnung für die Landratswahl klingt simpel: Er unterstellte der AfD ein Wählerpotenzial von 40 Prozent und setzt auf die Motivation der eigenen Anhänger. In die Karten soll ihm dabei eine aus seiner Sicht bei Landratswahlen übliche geringe Wahlbeteiligung spielen, während die AfD-Wähler jede Chancen wahrnehmen würden, ihre Stimme abzugeben. „Dann haben wir von den von 40 Prozent schon einmal die Hälfte“, erklärte Wissenbach mit Verweis auf die Kommunalwahl, bei der die AfD fast 15 Prozent holte und anschließend mit 13 Abgeordneten in den Kreistag einzog. Außerdem setzt er darauf, dass ihm 50 Prozent seiner Wählerinnen und Wähler ihre Stimmen geben, weil er in der AfD ist, und die andere Hälfte, obwohl er dieser Partei angehöre. Wissenbach: „Und so schaffen wir es am 5. März vielleicht sogar schon im ersten Wahlgang.“

Allerdings gestand er auch ein, dass er gegen Amtsinhaber Erich Pipa (SPD) nicht angetreten wäre. „Es hat uns alle überrascht, dass Pipa nicht mehr wollte. Aber das liegt daran, dass 13 AfD-Abgeordnete in den Kreistag eingezogen sind, die dem Pipa nicht mehr so bequem waren“, äußerte er sich anschließend nur zu zwei Mitbewerbern bei der Landratswahl. Der parteilose Dr. Gerhard Stehlik sei ein braver Mann, „Unfug habe ich von ihm noch nicht gehört“. SPD-Kandidat Thorsten Stolz hingegen warf er sein Abstimmungsverhalten im Kreistag vor. „Mich wundert, dass die Bürger von Gelnhausen so einen Bürgermeister nicht geteert und gefedert aus der Stadt jagen“, habe der Gelnhäuser Rathauschef schließlich gegen die Senkung der Kreisumlage und damit gegen die Aufbesserung der Stadtkasse gestimmt.

Aber auch die Grünen knöpfte sich Wissenbach vor: Deren Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid habe neun Windkraftanlagen in Schlüchtern genehmigt, obwohl der erst in diesem Jahr von der Regionalversammlung, der er angehört, zu verabschiedende Plan auf diesen Flächen gar keine Windkraftnutzung vorsehe. „Und sie macht derzeit fast im Tagesrhythmus solche Genehmigungen“, wolle die AfD ihr das nun untersagen, da die Bauherren in Schlüchtern beispielsweise Bestandsschutz reklamieren können und dort somit ein Basaltvorkommen in Zukunft nicht mehr genutzt werden kann.

Und auch das Thema Flüchtlinge fehlte auf seiner Agenda nicht: In Gesprächen mit Bürgermeistern habe sich herausgestellt, dass die Übernahme der Kosten keinesfalls in der Art stattfinde, wie sie in der Öffentlichkeit dargestellt werde. Allerdings bestehe ein „Kartell des Schweigens“ sowie Verflechtungen, mit Rücksichtnahme auf Freunde und Parteifreunde.


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