„Eines Landesvaters nicht würdig“

Politik

„Die von Volker Bouffier jüngst getätigten Aussagen in Bezug auf Landrat Erich Pipa sind eines Landesvaters nicht würdig“, kritisieren der SPD-Unterbezirksvorsitzende Christoph Degen und seine Stellvertreterin Susanne Simmler den Besuch des hessischen Ministerpräsidenten in Hanau.

Vorsprung - WhatsApp Kanal
Kreiswerke Main-Kinzig

Bei einem Unterstützungsbesuch der CDU-Landratskandidatin hatte Volker Bouffier in seiner Eigenschaft als hessischer Ministerpräsident seinem anscheinend aufgestauten Frust gegenüber dem amtierenden Landrat Erich Pipa freien Lauf gelassen. „(…) hier weiß ja sowieso nur einer, was richtig oder falsch ist“, stichelte der Landesvater gegen den Landrat, nur um kurze Zeit später noch einmal nachzulegen Die Menschen wollten Lösungen und kein gegenseitiges Niedermachen. Der Kreis müsse weg von den „ausgelatschten Wegen“.

Selbst wenn man die ehrabschneidenden Aussagen des hessischen Ministerpräsidenten gegenüber unserem direkt gewählten Landrat einmal außen vor lasse, seien seine Äußerungen schlichtweg nicht nachvollziehbar. „Der Main-Kinzig-Kreis hat mit Erich Pipa an der Spitze in unzähligen Bereichen eine Vorbildfunktion für andere Landkreise in Hessen und in ganz Deutschland“, sind sich Degen und Simmler einig. Hier seien neben anderen Themen der Breitbandausbau, der Ausbau der Kliniken in kommunaler Trägerschaft, der soziale Wohnungsbau oder auch die Altenpflege zu nennen. „Wie Volker Bouffier in Richtung des Main-Kinzig-Kreises und seiner Bürgerinnen und Bürger behaupten kann, bei uns laufe alles nach Schema „F“ ab, ist uns schleierhaft – vielleicht ist er aufgrund seiner Terminfülle als Landesvater über die Entwicklungen auf kommunaler Ebene nicht auf dem neuesten Stand“, unterstreichen Degen und Simmler.

In Zeiten von Parteien, die sich das Spalten der Gesellschaft zur Aufgabe gemacht hätten, brauche es an der Spitze unseres Landes auf allen Ebenen Menschen, die diesem Ansatz entgegenwirkten und für ein Miteinander aller gesellschaftlichen Schichten einträten, sind sich Degen und Simmler einig. Diesem Anspruch sei Volker Bouffier bei seinem Wahlkampfauftritt in Hanau alles andere als gerecht geworden. Da es sich auch nicht um den politischen Aschermittwoch gehandelt habe, bei dem ein derber rhetorischer Schlagabtausch in den Grenzen eines vernünftigen Miteinanders durchaus erlaubt sei, sei Volker Bouffier hier deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Und wenn Bouffier betone, es brauche Lösungen und kein gegenseitiges Niedermachen, um anschließend einen von den Bürgerinnen und Bürgern direkt gewählten Amtsinhaber derart anzugehen, dann zeige dies, wie wenig der Ministerpräsident seine Forderungen als Maßstab für sein eigenes Handeln nutze. Das ist doppelzüngig und alles andere als fair“.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Kreiswerke Main-Kinzig

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
Messe Wächtersbach
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2