"Skandal!": Stolz legt beim Thema Polizei nach

Politik

Ausgerechnet wenige Stunden vor dem Urnengang am kommenden Sonntag kratzt und knirscht es im Landratswahlkampf von Thorsten Stolz.

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Ein Mikrofon hatte auf einer seiner letzten Veranstaltungen in der Stadthalle Gelnhausen offenbar noch nicht mitbekommen, dass beim SPD-Kandidaten alles wie am Schnürchen zu laufen scheint. Das kleine technische Problem war schnell behoben, so dass die Losung von Stolz keiner Abänderung bedurfte: „Die Stimmung ist sehr gut im Main-Kinzig-Kreis“, so sein Fazit nach der monatelangen „Ochsentour“ (Zitat Stolz) durch alle Städte und Gemeinden.

Für seinen 283. Termin hatte sich der Bürgermeister von Gelnhausen noch einmal prominenten Besuch in seine Heimatstadt eingeladen. Der hessische SPD-Chef und stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten, Thorsten Schäfer-Gümbel, war am Donnerstagabend für den Wahlkampf-Endspurt und eine Frage-Antwort-Runde in den Kollegraum der Stadthalle Gelnhausen gekommen. Der war schnell gefüllt, auch aus umliegenden SPD-Ortsvereinen waren viele Vertreter gekommen, um Stolz ihre Unterstützung zu signalisieren. Moderiert wurde der Abend von der Gelnhäuser SPD-Vorsitzenden Kerstin Schüler, die bekanntlich bei einem erfolgreichen Ausgang der Landratswahl neue Bürgermeisterin der Barbarossastadt werden will.

Noch ist zwar gar nicht klar, ob in Gelnhausen vorzeitig gewählt werden muss, aber was am Donnerstagabend deutlich zu spüren war: Bei den Sozialdemokraten herrscht großer Optimismus vor, dass Stolz neuer Landrat wird. Dazu kommt noch, dass ausgerechnet jetzt die Partei bundesweit aus einem jahrelangen Umfragetief gekrochen ist. „Die SPD ist momentan die Partei der guten Laune, das hatten wir auch schon lange nicht mehr“, musste Schäfer-Gümbel diesmal deshalb auch keine Witze über die politischen Konkurrenz machen, sondern konnte die eigene Partei aufs Korn nehmen.

Der Humor schien bei einem konzentriert und angesichts der nahen Wahlentscheidung auch angespannt wirkenden Stolz noch ausbaufähig, im Endspurt seiner Kandidatur schlug er stattdessen doch noch einmal scharfe Töne an: Der hessische Innenminister Beuth habe auf eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Lotz und Degen, wo die zusätzlichen 1000 Polizisten eingesetzt werden sollen, keinen konkreten Plan vorlegen können. „Skandal! Man sieht viel zu wenig Polizei im öffentlich Raum“, will er sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass der Main-Kinzig-Kreis genügend neue Beamte abbekommt. Von den anderen heimischen Landtagsabgeordneten wünschte er sich in diesem Zusammenhang deutlich mehr Engagement in Sachen Polizei und auch bei der Finanzierung der Kinderbetreuung.

Mehr „Krawall“ gab es von Stolz wie schon in seinem gesamten Wahlkampf auch am Donnerstagabend nicht, stattdessen holte er sich lieber noch einmal ein Lob von Schäfer-Gümbel ab: „Er ist kein Problemsucher, sondern ein Problemlöser“, war seine Wahlempfehlung wenig überraschend. Und Stolz selbst, der sogar schon von einer „Perspektive bis 2030“ sprach, sieht jetzt nur noch eine Hürde vor einem Erfolg am Sonntag oder bei einer möglichen Stichwahl zwei Wochen später: „Jetzt müssen wir die Stimmung in Stimmen ummünzen.“


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