Würdevolle Begleitung schwerstkranker Menschen

Politik

Im Beisein der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler haben Dieter Bien, Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ), Ernst Georg Zimmermann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst (AGH), und Robert Flörchinger, Geschäftsführer des Cartitas-Verbandes, im Wohnstift in Hanau eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die zum Ziel hat, die würdige Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen in den Alten- und Pflegezentren zu unterstützen.

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„Ferner soll mit dieser Vereinbarung zwischen der AGH und der APZ das bürgerschaftliche Engagement in der Sterbebegleitung ausgebaut und das bestehende Angebot durch das der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizdienstes ergänzt werden“, so Zimmermann. Damit wird die bisherige punktuelle Zusammenarbeit einzelner Einrichtungen der APZ und der AHG, die in Trägerschaft das Caritas-Verbandes steht,  auf ein festes Fundament gestellt, das allen APZ-Einrichtungen in Hanau (Wohnstift und Stadtteilzentrum), in Rodenbach (Altenzentrum), in Gelnhausen (Kreisruheheim), in Sinntal (Wohn- und Gesundheitszentrum Lebensbaum), in Gründau, in Biebergemünd und in Steinau (Seniorenzentren) und im Ronneburger Hügelland (Dependancen in Hammersbach, Neuberg, Ronneburg und Limeshain) zu Gute kommt“, erklärte Bien, der darauf verwies, dass sich die APZ als förderndes Mitglied der AGH anteilig auch an den jährlichen Kosten beteiligen wird.

Laut Caritas-Geschäftsführer Robert Flörchinger können sowohl die Mitarbeiter der Einrichtungen als auch die Bewohner selbst, vor allem aber auch ihre Angehörigen eine Hospizbegleitung anfragen. „Eine  Hospiz-Hotline ist unter der Telefonnummer 06181 / 9233531 geschaltet und wird kontinuierlich abgehört, sodass eine Kontaktaufnahme schnellstens möglich“, so die Fachbereichsleiterin Annette Böhmer, neben Inge Olbricht und Maria Iffland eine von drei hauptamtliches Koordinatoren, die in einer Erstberatung vor Ort den Bedarf erheben und den Einsatz der Hospizbegleiter koordinieren.

Die Hospizbegleiter selbst erhalten dann vor ihrem ersten Einsatz eine Einführung in die Örtlichkeiten und Abläufe der Einrichtungen. Sie klären Zeit, Häufigkeit und Dauer der Kontakte mit dem Bewohner bzw. seinem Angehörigen. „107 Hospizbegleiter aller Altersklassen und Berufsbereiche sind derzeit im Main-Kinzig-Kreis im Einsatz, davon 52 im Raum Hanau, 39 im Bereich Gelnhausen/Freigericht und 16 in der Kurstadt Bad Soden-Salmünster. „Tendenz steigend“, so Annette Böhmer. Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler,  zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren des Kreises,  zeigte sich bei der Unterzeichnung der Vereinbarung sehr angetan von der Arbeit der Hospizbegleiter, „die die wichtige Aufgaben der psychosozialen und spirituellen Betreuung übernehmen, dabei den Bewohner  bzw. den Betroffenen und seinen Angehörigen  in der Sterbephase oder bei Bewältigung schwerster Erkrankungen und den damit verbundenen Lebens- und Sinnkrisen unterstützen“. Sie dankte der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst für ihre aufopferungsvolle Arbeit in einem schwierigen Lebensumfeld und die Übernahme der Aufgabe in den Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Kreises.

Foto: Der würdigen Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen dient die Kooperationsvereinbarung zwischen der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst in der Trägerschaft des Caritas-Verbandes und den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Bei der Vertragsunterzeichnung sind zu sehen (von links): Dieter Bien, Annette Böhmer, Ernst Georg Zimmermann, Susanne Simmler, Robert Flörchinger.


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