Dirk Methfessel, Bundestagsdirektkandidat der LINKEN im Wahlkreis 175, nimmt Stellung zur Diskussion über die Aussage von CDU-Generalsekretär Peter Tauber, der in einem Tweet auf die Frage, ob das CDU-Versprechen von Vollbeschäftigung bis zum Jahr 2025 drei Minijobs bedeute, antwortete: „Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs“.
„Ich empfehle Herrn Tauber dringend, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, die trotz guter Ausbildung, Sparsamkeit und Fleiß von Armut und prekärer Beschäftigung betroffen sind. Vielleicht holt ihn das von seinem „hohen Ross“ auf den Boden der Tatsachen zurück. Hartz IV bedeutet für viele Menschen Armut per Gesetz – davon sollte sich Tauber mal ein Bild machen, statt in unverschämter Weise Vorurteile zu schüren. Statt den Menschen pauschal die Verantwortung für prekäre Lebenslagen persönlich zuzuweisen, muss in einem reichen Land die Armut bekämpft und Menschen ein Leben in Würde ermöglicht werden.
Herr Tauber ist augenscheinlich sehr schlecht über die Faktenlage informiert. Denn mehr als die Hälfte aller Minijobber hat eine Ausbildung, wozu auch Fachhochschulabschlüsse zählen oder einen Universitätsabschluss. Es ist also nicht so wie Peter Tauber nahelegt, dass Minijobs ein Phänomen unter Menschen ohne Ausbildung ist.
Peter Tauber macht mit seiner Entgleisung außerdem deutlich, wie weit entfernt die CDU von der Lebensrealität vieler Menschen ist. Er hat auch nicht verstanden, dass prekäre Arbeitsverhältnisse, die Ausweitung des Niedriglohnsektors und Hartz IV politisch geschaffene Armut per Gesetz sind. Daran ändert meist auch eine gute Ausbildung nichts.“
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