„Frau Schüler verwechselt die Zuständigkeiten“

Politik

Mit Verwunderung habe die CDU-Fraktion Main-Kinzig die Überlegungen der SPD-Kreistagskollegin Kerstin Schüler zur Kenntnis genommen, wonach feste Betreuungsplätze in den Gelnhäuser Kindertagesstätten für Mitarbeiter der Main-Kinzig-Kliniken zur Verfügung gestellt werden solltn.

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"Wenngleich der Ansatz auf den ersten Blick einen gewissen Charme hat, verwechselt Frau Schüler hier dennoch die Zuständigkeiten. Ein entsprechendes Angebot zu schaffen, ist sicher nicht in erster Linie Aufgabe der Stadt Gelnhausen“, erklärt der CDU-Kreistagsabgeordnete Christian Litzinger. Vielmehr sei der Kreis aufgefordert, die kreiseigenen Betriebe und Gesellschaften, wie eben die Main-Kinzig-Kliniken oder die Bildungspartner GmbH, bei der Einrichtung eigener Betriebskindergärten zu unterstützen. „Leider hat die SPD einem entsprechenden Antrag der CDU im Kreistag bislang die Unterstützung verweigert. Umso erstaunter bin ich, dass nun quasi durch die Hintertür auf Kosten der Stadt Gelnhausen ein entsprechendes Angebot etabliert werden soll“, so Litzinger weiter.

Die geforderte Ausweitung der Betreuungszeiten in den städtischen Kitas sieht Litzinger, der auch Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat der CDU Gelnhausen ist, hingegen positiv. „Aber auch hier verhält sich die SPD widersprüchlich. Die seitens der CDU beantragte, umfassendere Ausweitung der Betreuungszeiten fand vor einigen Monaten nämlich leider ebenfalls keine Mehrheit – dieses Mal in der Stadtverordnetenversammlung.“

Natürlich erkenne die Union im Kreistag den Bedarf für die betroffenen Mitarbeiter. Zu klären wäre daher in einem transparenten Verfahren zunächst, in welcher Form diese Betreuung organisiert werden könnte. „Die CDU-Fraktion hat bereits im Jahre 2015 beantragt, den Bedarf für einen Betriebskindergarten unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreises und der kreiseigenen Betriebe und Gesellschaften zu ermitteln“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Michael Reul.  Mit der Einrichtung von Betriebskindergärten hätten große Arbeitgeber wie der Main-Kinzig-Kreis die Möglichkeit, besonders zielgenau und mit vielfältigen Mitteln dazu beizutragen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für ihre Beschäftigten zu verbessern.

Nach einer Studie der  Prognos AG profitierten von einer familienbewussten Personalpolitik nicht nur die Beschäftigten und ihre Familien, sondern gerade auch die Betriebe selbst, da sich Investitionen in familienfreundliche Maßnahmen betriebswirtschaftlich rechneten. Immer mehr Unternehmen sehen auch den Beitrag zur Kinderbetreuung weniger als Kostenfaktor, denn als Investition, die durch motivierte und engagierte Beschäftigte Marktchancen eröffnet und die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Einige privatwirtschaftliche Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt und erfolgreich eigene Betriebskindergärten eröffnet.

„Der Main-Kinzig-Kreis wäre mit diesem Schritt dazu in der Lage gewesen, Verantwortung als familienfreundlicher Arbeitgeber zu übernehmen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Leider wurde unser diesbezüglicher Antrag vor zwei Jahren mit den Stimmen der damaligen Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern abgelehnt. Da Frau Schüler seit kurzem ebenfalls Kreistagsabgeordnete ist, sollte sie hier vielleicht zunächst noch einmal das Gespräch mit der eigenen Fraktion suchen, statt politische Alleingänge auf städtischer Ebene zu starten“, erklärt Christian Litzinger abschließend. 


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