Wer will in einer solchen Region noch leben?

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"Kinzigtal, Windindustrie total? - nach den Vorgaben im Regionalplan erneuerbare Energien Südhessen sieht es ganz danach aus", heißt es in einer Pressemitteilung des Dachverbandes Gegenwind MKK / Naturpark Spessart.



"Der Regierungsbezirk Südhessen besteht aus 14 Landkreisen und kreisfreien Städten. Hier sind derzeit insgesamt 170 Windkraftanlagen (WKA) in Betrieb, davon allein im Main-Kinzig-Kreis fast die Hälfte der Anlagen. Um das Ziel der Landesregierung zu erreichen, 2 Prozent der Landesfläche für Windindustrieanlagen zur Verfügung zu stellen, wurden die dafür benötigten Vorrangflächen vorwiegend zwischen Gründau, Gelnhausen und Schlüchtern in den Regionalplan Südhessen eingeplant. Die ausgewiesenen Vorrangflächen beanspruchen eine Fläche von ca. 5,9 Prozent der Fläche des Ostkreises, hinzu kommt die bereits verbaute Fläche. Ca. 6,5 Prozent Fläche des Kinzigtals in der Region von Gründau, Gelnhausen bis Sterbfritz incl. des hessischen Spessart sind nach dem Genehmigungsprozess des Regionalplan erneuerbare Energien durch die Politiker der Regionalversammlung Südhessen als Vorrangfläche für WKA ausgewiesen. Neben den bereits 81 installierten Anlagen sind Vorrangflächen für weitere 500 Anlagen vorgesehen. Jeder kann sich selbst leicht ausrechnen, wie dann der MainKinzigKreis aussehen würde", so die Windkraftgegner weiter.

Abschließend heißt es in der Pressemitteilung: "Wer will in einer solchen Region noch leben? Der Zweck heiligt die Mittel, Hauptsache ein ideologisches Ziel wird erreicht. Kennen wir das nicht von der Autoindustrie? Wie wichtig die Wasserspeicherfähigkeit des unversiegelten Erdreichs ist, wurde uns gerade bei Starkregen vor Augen geführt. Durch die Bebauung der Flächen mit WKA sowie für die benötigten befestigten Straßen zu den Anlagen werden immense Flächen versiegelt, die so ihre Speicher-und Filterfähigkeit verlieren. Zu unseren Lebensgrundlagen gehören sauberes Wasser und Erosionsschutz durch die Wälder. Die Anzahl der Waldbäume mit wasserspeichernden Wurzeln, die dem Gigantismus des geplanten Windkraftanlagenausbaus im Main-Kinzig-Kreis zum Opfer fallen, ist kaum mehr zu errechnen. Eine Wiederaufforstung mit kleinen Pflänzchen kann den entstandenen Schaden erst in vielen Jahrzehnten ausgleichen. Können wir diese falsche Energiepolitik und diese Umweltzerstörung akzeptieren und vor unseren Kindern verantworten? Es muss sichergestellt werden, dass der Abstand einer Windkraftanlage zu Wohnbebauungen mindestens zehn Mal so groß ist wie die Anlage hoch ist, wie es  in Bayern schon festgelegt wurde. Informieren Sie sich über die Energiepolitik der einzelnen Parteien in den jeweiligen Parteiprogrammen oder unter www.vernunftkraft-hessen.de. Wir haben die Wahl am 24.09.2017."


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


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