Stark bei Brandschutz und Gefahrenabwehr

Politik

Zu einem Informationsaustausch trafen sich Mitglieder des Kreisvorstands und der Kreistagsfraktion der Freien Wähler mit der Führungsspitze des Gefahrenabwehrzentrums in Gelnhausen.

Evonik
Kreiswerke Main-Kinzig

Amtsleiter Markus Busanni und sein Stellvertreter Günter Seitz sowie der Chef der Leitstelle Reiner Kaul begrüßten die Delegation so gleich auch im Herzstück des Gefahrenabwehrzentrums, dem Führungs- und Lagezentrum.

Busanni erläuterte den Anwesenden die Aufgaben und die Zuständigkeiten des GAZ. So würde die Bevölkerung das GAZ immer mit den Feuerwehren im Kreis in Verbindung bringen. Für die Feuerwehren trügen zwar die 29 Städten und Gemeinden des Kreises die Verantwortung, der Main-Kinzig-Kreis unterstütze jedoch die Kommunen und die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrfrauen und -männer durch das GAZ mit erforderlichen Fahrzeugen und Geräten sowie bei der Aus- und Fortbildung. Über dieses Engagement zeigten sich die Freien Wähler erfreut. „Gerade im Bereich des Brandschutzes und der Gefahrenabwehr sind wir stärker denn je auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Die hier bei den Feuerwehren und Hilfsorganisationen tätigen Frauen und Männer verdienen weiterhin die volle Unterstützung durch die Kreispolitik“, so der Birsteiner FW-Kreistagsabgeordnete Carsten Kauck.

Weiterhin sei das GAZ aber auch für den vorbeugenden Brandschutz in Betrieben und Unternehmen sowie für den Rettungsdienst im Main-Kinzig-Kreis zuständig. Die eigentliche rettungsdienstliche Leistung würde im Auftrag des Kreises vom Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund und die Johanniter-Unfall-Hilfe erbracht. Die Gestellung der Notärzte erfolge über die im Kreisgebiet ansässigen Krankenhäuser. Mit einem Duzend Rettungswachen, noch mehr Rettungswagen und 5 Notarzteinsatzfahrzeugen verteilt über das gesamte Kreisgebiet, stellt der Main-Kinzig-Kreis damit sicher, dass jedem Bürger binnen der gesetzlichen Hilfsfrist von 10 Minuten medizinisch geholfen werden kann.

Zentrales Element des GAZ ist jedoch die Zentrale Leitstelle für den Rettungsdienst sowie den Brand- und Katastrophenschutz. Sie ist die drittgrößte ihrer Art in Hessen. Primäre Aufgabe ist die Entgegennahme der Notrufe sowie die Alarmierung und Koordinierung der notwendigen Einsatzmaßnahmen für Rettungsdienst und den Brand-/Katastrophenschutz. Darüber hinaus ist aber auch noch der Hausnotruf-Dienst an die Zentrale Leitstelle gekoppelt.

In der Zentralen Leitstelle laufen gerade bei Großschadensfällen, wie Unwetter oder ähnliches alle Fäden zusammen. Maßnahmen werden von hier zentral geplant und koordiniert. In den vergangenen Jahren hat die Arbeit der Zentralen Leitstelle auf Grund wachsender Einsatzzahlen und zusätzlichen Aufgaben stetig zugenommen. Dies führt dazu, dass die Zentrale Leitstelle derzeit räumlich wie personell an ihre Grenzen stößt. Es sei daher angedacht, so Amtsleiter Busanni, die bisherigen Räumlichkeiten des GAZ im Gebäude des DRK in Gelnhausen eventuell zu räumen und ein komplett neues Gebäude, den Bedürfnissen des GAZ und den Sicherheitsstandards für Leitstellen entsprechend, in Gelnhausen zu errichten. Gerade in der Zentralen Leitstelle seien unter dem Stichwort „Digitalisierung“ Investitionen notwendig. Entsprechende Mittel für Prüfung, Planung und Grundstücksfindung sollen bereits im Kreishaushalt 2018 eingestellt werden. Hier versprach Carsten Kauck, dass auch seine Fraktion sich im Rahmen der Haushaltsberatungen intensiv mit dem Thema befassen werde.

Der Besuch fand mit der Besichtigung der derzeitigen Zentralen Leitstelle seinen Abschluss.


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