Über 200 Menschen nahmen am Karfreitag am Ostermarsch der Hanauer Friedensplattform samt unterstützenden Organisationen in Bruchköbel teil. Hauptrednerin war die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen (Die Linke), die ein klares Statement gegen das Vorgehen der Türkei in Syrien abgab: „Am 20. Januar dieses Jahres ist die Türkei an der Seite von islamistischen Terrorbanden in Syrien einmarschiert.“















Die Polizei war wie gewohnt mit einem größeren Aufgebot vor Ort und vermeldete nach Abschluss der Veranstaltung einen ruhigen Verlauf.
„Erdogan und Assad nach Den Haag in den Knast“ stand auf einem der vielen Plakate und Transparente, auch mit „Frieden mit Russland statt weiter in den Dritten Weltkrieg“ wurde eine klare politische Botschaft abgegeben. Und das war auch ganz im Sinne von Sevim Dağdelen. „Sofort alle ausländischen Kräfte aus Syrien raus, damit das nicht zu einem Weltkrieg werden kann“, kritisierte sie vor allem die deutsche Außenpolitik inklusive Rüstungsexporte. „Skandalös, dass sich die Bundesregierung an die Seite der Türkei gestellt hat“, plädierte sie zudem für eine Entspannungspolitik gegenüber Russland. Wie groß der Bekanntheitsgrad von Dağdelen, die auch schon in zahlreichen TV-Talkshows aufgetreten ist, mittlerweile ist, zeigte sich nach ihrem Redebeitrag: Die Nachfrage nach Selfies war groß, enttäuscht wurde niemand.
Begrüßt wurden die Teilnehmer des Ostermarsches auf dem Freien Platz in Bruchköbel vom Linken-Kreistagsabgeordneten Tobias Huth, der vor allem verhindern will, dass die AfD in weitere Parlamente einzieht. „Gegen Krieg, Faschismus und Rüstungsexporte“, prophezeite er zudem, dass die Große Koalition auf Bundesebene für eine weitere Spaltung der Gesellschaft sorgen wird.
Die zweite Botschaft der Veranstaltung: Anstatt für Waffen sollte das Geld ins Bildungs- und Gesundheitswesen gesteckt werden. Hilke Sauthoff-Schäfer, Fachreferentin Gesundheitswesen bei Ver.di Hessen, informierte über die Situation in den Krankenhäusern, wie sehr das Geld in den Schulen benötigt werde, erläuterte Ingabritt Bossert, Vorsitzende des Kreisverbandes Hanau der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Anschließend wurde dann marschiert: Ziel war wie immer die Dicke Eiche, wo der die Veranstaltung mit einem Friedensfest abgeschlossen wurde.
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