Der Umweltpreis des Main-Kinzig-Kreises geht in diesem Jahr an die Interessengemeinschaft (IG) Fluglärm.
Der Umweltpreis des Main-Kinzig-Kreises geht in diesem Jahr an die Interessengemeinschaft (IG) Fluglärm.
Das hat der Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft gestern Abend auf seiner Sitzung im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen entschieden. Der Umweltpreis ist mit 6.000 Euro dotiert.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins haben es sich zur Aufgabe gemacht, all die Bürger des Main-Kinzig-Kreises zu vertreten, die Fluglärm ausgesetzt sind und damit gesundheitliche Schäden erleiden können. Zudem wird sich auch um die negativen Auswirkungen von Feinstaub gekümmert. Die IG beschränkt sich allerdings nicht darauf, Mängel aufzuzeigen, sondern versucht auch Lösungsmöglichkeiten zu ermitteln, was die Ausschussmitglieder besonders würdigten. In enger Zusammenarbeit mit dem politischen Gremien im Main-Kinzig-Kreis sowie zahlreichen Städten und Gemeinden wurden dem Betreiber des Frankfurter Flughafens und der Deutschen Flugsicherung bereits zahlreiche Alternativvorschläge unterbereitet.
Zudem wurden in Rodenbach, Hasselroth, Linsengericht und Hanau in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fluglärmdienst Messstationen eingerichtet, die 24 Stunden lang den Lärmpegel messen, der im Internet dokumentiert wird. Auch an den Montagsdemonstrationen im Frankfurter Flughafen ist die Interessengemeinschaft regelmäßig beteiligt. An der Entwicklung eines alternativen Anflugverfahrens hat die IG Fluglärm ebenfalls mitgewirkt.
Besonders gewürdigt werden soll zudem eine Gruppe von ehemaligen Schülern der Hohen Landesschule in Hanau, die die Auswirkungen des Klimawandels untersucht haben. „Hochwasser – ein Zukunftsproblem für Hanau und den Main-Kinzig-Kreis?“ lautet der Titel ihrer 98 Seiten dicken Arbeit, die beim Bundesumweltwettbewerb 2012 einen der Hauptpreise bekam. Die von der Wetterauischen Gesellschaft unterstützte Arbeit stellt eine Weiterführung der Analyse „Der Klimawandel und seine Bedeutung für Hanau” dar, an der die Schüler- und Studentengruppe bereits seit November 2010 arbeitet und mit der sie mehrfach an dem Wettbewerb „Jugend forscht“, dem Kreisumweltpreis und schließlich dem Bundesumweltpreis teilgenommen hat.
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