Wahlkampfendspurt: Hessische Themen in den Fokus

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Zehn Tage vor der Landtagswahl gibt es für die drei CDU-Kandidaten im Main-Kinzig-Kreis nur noch eine Devise: „Jetzt müssen endlich die hessischen Themen in den Fokus“, sagen Michael Reul, Heiko Kasseckert und Max Schad unisono.

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Reul und Kasseckert wollen ihre Plätze im Landtag behalten, Schad will als Nachfolger von Hugo Klein neu einziehen. Da die CDU-Landesliste angesichts des zu erwartenden Wahlergebnisses nicht ziehen wird, müssen alle drei dafür das Direktmandat gewinnen.

Den Umschwung bringen soll vor allem der Verweis auf die Bilanz der schwarz-grünen Landesregierung. „Uns geht es eigentlich gut“, kann aber auch Kasseckert nicht vergeben, dass die Umfragewerte dafür eigentlich besser sein müssten. Eine neue Plakataktion im Endspurt soll mithelfen, dass die CDU stärkste Kraft bleibt und dann gemeinsam mit den Grünen die bisherige Koalition fortsetzen kann.

„Auf Landespolitik sind wir noch gar nicht zu sprechen gekommen“, berichtet Schad von seinen Hausbesuchen und Wahlkampfständen, Kasseckert spricht es noch deutlicher aus: „Die Perfomance der Bundesregierung war sicherlich keine Hilfe für uns.“ Und dass die Grünen derzeit so gut dastehen, begründet Reul damit, dass sie von diesem schlechten Karma aus Berlin eben derzeit nichts abkriegen.

Daher die Konzentration auf die eigene Erfolge: Nordmainische S-Bahn und Riederwaldtunnel auf einem unumkehrbaren Weg, so viele Lehrer wie nie im Schuldienst, finanziell Unterstützung der Kommunen und Stärkung des ländlichen Raumes – all das soll fortgeschrieben und durch weitere Investitionen in Digitalisierung, eine Ärztezentrumsnetz plus Telemedizin und fahrbarer Arztpraxen für die Gesundheitsversorgung außerhalb der Städte, Förderung von Handwerk und Mittelstand oder auch die Betreuungsgarantie für den Nachmittag ergänzt werden. Die Liste ist lang, für Digitalisierung, Heimat und Wohnungsbau will die CDU sogar neue Ministerien gründen.

Doch vorher müssen die Wahl am 28. Oktober gewonnen und die drei Direktmandate geholt werden. Die stärkste Konkurrenz? Was schon reflexartig wird im Pressegespräch inhaltlich nur die SPD kritisiert. Es sei ein „starkes Stück“ (Schad), wenn die heimischen Sozialdemokraten jetzt Schulbau und Schulsanierung zum Thema machen würden, schließlich seien sie dafür an der Kreisspitze schon seit Jahrzehnten verantwortlich. Und beim Thema Personal, dafür ist das Land zuständig, hat sich Kasseckert ein eigenes Stimmungsbild geholt: „Ich habe keine einzige Schule im Wahlkreis, die sich über zu wenig Lehrer beklagt.“

Reul hätte sich daher gerne auf Podiumsdiskussionen mit den anderen Kandidaten auseinandergesetzt: „Die AfD trifft sich nur in Hinterzimmern zu internen Diskussionen“, nimmt er von dort kein eigenen hessischen Themen war. Für Schad ist das Duell mit der nicht mehr ganz so neuen Partei bislang nur ein virtuelles, weil die Kandidaten nirgends auftauchen würden. Kritik am Koalitionspartner bleibt hingegen auch weiterhin aus: Die Devise beim Straßenbau – Erhalt vor Neubau – habe der grüne Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir auf Druck der CDU nicht nur einmal brechen müssen, beim Thema Windkraft halte man in jedem Fall an der „10-H-Regel“, wonach der Abstand der Anlagen zu Wohngebieten das Zehnfache ihrer Höhe betragen muss, fest.

Würde eigentlich einer der Drei auch gerne Minister werden? „Erst die Wahl, dann das Programm und dann die Personalien“, will Reul auch diesmal von dieser Vorgehensweise nicht abweichen. Und um Ansprüche anmelden zu können, müssen die CDU-Kandidaten ja sowieso erst einmal die Direktmandate im Main-Kinzig-Kreis gewinnen.

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