5G im Main-Kinzig-Kreis

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Bis zu 100 Megabit pro Sekunde dank 5G-Frequenzen. Was sich nach entfernter Zukunft anhört, könnte in drei Jahren Realität werden.

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Am 29. März könnte der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises hier aber noch einen Schritt schneller in Richtung der digitalen Zukunft gehen. Denn die Grüne Fraktion fordert die Bewerbung als „5G-Modellregion“. Gleichzeitig übt sie scharfe Kritik an den Plänen der Bundesnetzagentur.

Bis zu 100-mal schneller als die aktuellen 4G-Netze sollen die 5G-Frequenzen sein. Eigentlich wollte die Bundesnetzagentur diese noch 2019 versteigern, auf Grund zahlreicher Beschwerden der großen Anbieter könnte sich dies aber noch verzögern: „Ziel war es, bis Ende 2022 98-Prozent der Haushalte je Bundesland mit 5G-Frequenzen und damit mit Geschwindigkeiten mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde zu erschließen“, erklärt Birol Avci, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion und digitalpolitischer Sprecher.

„Diese 98-Prozent würden aber bedeuten, dass bis zu 125.000 Menschen in Hessen ohne schnelles Internet bleiben würden, besonders die, die in schwer zu erreichenden, ländlichen Regionen wohnen. Wir fordern deswegen, dass nicht 98-Prozent der Haushalte, sondern 98-Prozent der Fläche mit 5G-Frequenzen erschlossen wird.“ Dies komme einem Flächenlandkreis wie dem Main-Kinzig-Kreis zu Gute. „Rechnerisch gesehen hat beispielsweise Flörsbachtal nur 0,5 Prozent der Einwohner des Kreises, aber 3,7 Prozent der Fläche. Wenn 98-Prozent der Fläche erschlossen werden muss, können Orte wie Flörsbachtal nicht so einfach ausgeschlossen werden. Es wären viel weniger Menschen vor allem in ländlichen Regionen betroffen“, so Avci. „Wir fordern deswegen, dass der Kreisausschuss ein solches Vorgehen bei der Bundesnetzagentur fordert.“

Gleichzeitig soll sich der Main-Kinzig-Kreis als Vorreiter des digitalen Wandels präsentieren: „Aus diesem Grund fordern wir eine Bewerbung des Kreises als ‚5G-Modellregion‘“. Das Konzept von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU auf Bundesebene festgehalten. „Im Rahmen dieser ‚5x5G-Strategie‘ sollen die neuen 5G-Frequenzen in fünf Modellregionen getestet werden. Da derzeit noch keine entsprechenden Voraussetzungen und Förderrichtlinien vorliegen, soll der Kreisausschuss zunächst formlos seine Bewerbung mitteilen.“ Der Kreis wäre hier wieder ein „Digitaler Pionier“: „Als 5G-Modellregion stärken wir vor allem den ländlichen Raum. Als erster Landkreis, welcher ein passives Breitbandnetz gebaut hat, könnte eine solche Bewerbung erfolgreich sein“, erklärt Avci abschließend.

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